Zürich führt weltweiten UBS-Blasenindex an – Genf auf Platz sechs
Zürich hat 2026 den Spitzenplatz im UBS Global Real Estate Bubble Index erreicht. Die Stadt weist damit das weltweit höchste Risiko für eine Immobilienpreisblase auf. Genf belegt Platz sechs.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Zürich führt den UBS-Blasenindex 2026 an
- Genf belegt Platz sechs im weltweiten Vergleich
- Immobilienpreise in Zürich stiegen um fast 140 Prozent
- Finanzielle Belastungen für Haushalte in Zürich und Genf hoch
- Zinsanstieg könnte die Rentabilität von Bauprojekten beeinträchtigen
Key Facts
Überblick- Quelle
- SRF News – Wirtschaft
- Veröffentlicht
- 22.09.2026, 17:36
- Rubrik
- Immobilien
- Region
- Genf, Zürich
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- Negativbetrifft Immobilienbranche
Ausgangslage
Die Studie der UBS zeigt, dass Zürich im Jahr 2026 den höchsten Blasenindexwert weltweit aufweist. Mit einem Wert von 1.69 Punkten liegt die Stadt deutlich vor anderen Metropolen wie Tokio und Miami. Auch Genf ist im oberen Bereich des Index vertreten.
Die Preise für Immobilien in Zürich sind in den letzten zwei Jahrzehnten stark gestiegen. Dieser Anstieg liegt deutlich über der Entwicklung der Mietpreise und dem Einkommenswachstum. Die Kombination aus niedrigen Zinsen und einem knappen Wohnungsangebot hat diesen starken Preisanstieg begünstigt.
Die hohe Standortattraktivität Zürichs hat zu einem massiven Zuzug internationaler Fachkräfte geführt. Diese Entwicklung hat den Druck auf den Wohnungsmarkt weiter erhöht und die Preise zusätzlich in die Höhe getrieben. Die Studie zeigt, dass die Preise für Immobilien in Zürich deutlich stärker gestiegen sind als in anderen Städten.
Dies liegt unter anderem an der hohen Nachfrage durch internationale Fachkräfte. Die Kombination aus niedrigen Zinsen und einem knappen Wohnungsangebot hat diesen Preisanstieg weiter verstärkt.
Hintergrund
Der UBS Global Real Estate Bubble Index misst das Risiko von Immobilienpreisblasen in verschiedenen Städten weltweit. Eine Preisblase entsteht, wenn die Preise für Immobilien deutlich über den fundamentalen Werten liegen, die durch Einkommen und Mieten gerechtfertigt wären.
In Zürich und Genf haben tiefe Finanzierungskosten die Ungleichgewichte auf dem Immobilienmarkt verstärkt. Die Realzinsen sind negativ, was Schweizer Immobilien auch für ausländische Investoren attraktiv macht. Zudem hat die hohe Standortattraktivität und der Zuzug internationaler Fachkräfte den Preisanstieg in Zürich zusätzlich getrieben.
Die UBS-Studie betont, dass Preisblasen auf den Immobilienmärkten ein wiederkehrendes Phänomen sind. Typische Merkmale einer Blasenbildung sind die Loslösung der Preise von Einkommen und Mieten sowie Missverhältnisse in der Realwirtschaft, etwa durch übermässige Kreditvergabe und Bauaktivitäten.
Was das bedeutet
Die Studie der UBS zeigt, dass die finanziellen Belastungen für Haushalte in Zürich und Genf deutlich gestiegen sind. Die jährlichen Nutzungskosten einer Wohnung, einschliesslich Hypothekarzinsen und Unterhaltskosten, betragen in diesen Städten teils über 50 Prozent des Bruttoeinkommens einer hochqualifizierten Fachkraft.
Ein weiterer Anstieg der Zinsen könnte die finanzielle Belastung für Haushalte erhöhen. Zwar erwartet die UBS keine drastischen Änderungen in den nächsten zwölf Monaten, aber Zinsen über zwei Prozent würden die Rentabilität von Bauprojekten beeinträchtigen.
Preisblasen auf den Immobilienmärkten sind ein bekanntes Phänomen. Sie entstehen, wenn die Preise für Immobilien deutlich über den fundamentalen Werten liegen, die durch Einkommen und Mieten gerechtfertigt wären. Historische Daten zeigen, dass solche Blasen oft durch eine Kombination aus niedrigen Zinsen, knappen Wohnungsangeboten und spekulativen Investitionen entstehen.
Ausblick
Die UBS-Studie betont, dass eine Veränderung des ökonomischen Umfelds, ändernde Stimmungen bei Anlegern oder ein Anstieg des Wohnungsangebots einen Rückgang der Immobilienpreise auslösen könnten. Allerdings ist unklar, ob oder wann es zu einer solchen Korrektur kommen wird.
Langfristig könnten höhere Zinsen und eine stärkere Regulierung des Marktes dazu beitragen, die Ungleichgewichte zu verringern. Für Haushalte und Investoren bleibt die Situation jedoch herausfordernd, insbesondere in Städten mit hohen Immobilienpreisen wie Zürich und Genf.
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Zahlen
- Bubble-Indexwert Zürich
- 1.69 Punkte
- Bubble-Indexwert Tokio
- 1.54 Punkte
- Preisanstieg Immobilien Zürich
- 140 Prozent
- Mietpreisanstieg Zürich
- 40 Prozent
- Einkommenswachstum Zürich
- 30 Prozent
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Originaltitel: Immobilien-Index der UBS – Zürich zeigt weltweit höchstes Risiko für eine Immobilienblase



