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Chinesischer Logistiker Speedaf drängt auf Schweizer Markt

Der chinesische Paketdienst Speedaf baut ein Netzwerk in der Schweiz auf. Experten sehen Potenzial für einen neuen Mitspieler im wachsenden Paketmarkt. Die Post könnte unter Druck geraten.

Titelbild zu: Chinesischer Logistiker Speedaf drängt auf Schweizer Markt
Bild: SRF News – Wirtschaft

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Speedaf baut Sortierzentrum für bis zu 50'000 Pakete täglich.
  • Regionale Verteilzentren in Zürich, Bern und Lausanne geplant.
  • Fokus auf Import von Paketen aus China.
  • Potenzial für preislichen Druck auf Post und DPD.
  • Schweizer Geografie erleichtert Aufbau des Netzwerks.

Key Facts

Überblick
Quelle
SRF News – Wirtschaft
Veröffentlicht
24.09.2026, 09:26
Rubrik
Mobilität
Schwerpunkte
Lieferketten & Beschaffung, Digitalisierung & Verwaltung, Export & neue Märkte
Einschätzung (KI)
NeutralPaketflut in der Schweiz wächst
  1. Ausgangslage

    Der chinesische Logistiker Speedaf expandiert in die Schweiz. Das Unternehmen beabsichtigt, ein Sortierzentrum für maximal 50'000 Pakete pro Tag zu errichten und zusätzlich regionale Verteilzentren in Zürich, Bern und Lausanne einzurichten. Speedaf ist bereits in über 30 Ländern aktiv und befördert Pakete von grossen chinesischen Onlinehändlern wie Shein, Temu und Aliexpress.

    Speedaf ist seit kurzer Zeit in der Schweiz tätig.

  2. Hintergrund

    Die chinesischen Internethändler Temu und Shein haben in der Schweiz bereits einen festen Platz erobert. Sie treiben die Paketflut in die Höhe und nehmen den hiesigen Online-Shops Marktanteile ab. Speedaf will nun von diesem Wachstum profitieren und sich auf den Import von Paketen aus China konzentrieren.

    Die aggressive Preispolitik und die massive Werbung der chinesischen Onlinehändler haben den Markt für Paketdienste stark verändert. Die Post und andere etablierte Anbieter sehen sich bereits jetzt mit steigenden Kosten und wachsenden Herausforderungen konfrontiert. Speedaf könnte diese Dynamik weiter verstärken, indem es zusätzliche Kapazitäten und möglicherweise günstigere Preise anbietet.

  3. Was das bedeutet

    Der ETH-Forscher Stephan Wagner geht davon aus, dass Speedaf dank einer Sortierleistung von maximal 50‘000 Paketen täglich bald eine bedeutende Rolle spielen könnte. Bei voller Kapazitätsauslastung entspricht dies jährlich etwa 15 Millionen Paketen. Die kompakte Geografie der Schweiz erleichtere den Aufbau eines landesweiten Netzes.

    Allerdings sind die Kosten für den Aufbau der Infrastruktur hoch, was eine sorgfältige Planung erfordert.

    Speedaf könnte den etablierten Logistikern Post und DPD preislich Druck machen. Zwar seien die Preisstrukturen noch unklar, aber mittelfristig könnten die Versandkosten sinken.

    Speedaf könnte den Schweizer Markt bereichern, indem es mehr Wettbewerb und möglicherweise günstigere Preise bringt. Dies wäre besonders für KMU und Onlinehändler von Vorteil, die von niedrigeren Logistikkosten profitieren könnten. Allerdings besteht auch das Risiko, dass die Qualität und Zuverlässigkeit des neuen Dienstleisters zunächst ungewiss sind.

    Unternehmen sollten abwägen, ob sie auf einen unbewährten Dienstleister setzen wollen, oder ob sie bei den etablierten Anbietern bleiben, die eine höhere Zuverlässigkeit bieten.

    Der Schweizer Paketmarkt wächst stetig, getrieben durch den Onlinehandel. Chinesische Händler wie Temu und Shein tragen massgeblich zu dieser Entwicklung bei. Neue Logistiker wie Speedaf könnten die Marktstruktur verändern und den etablierten Anbietern Konkurrenz machen.

    Für Schweizer KMU könnte Speedaf eine günstigere Alternative zu den etablierten Logistikern bieten. Allerdings hängt dies von der Zuverlässigkeit und Stabilität des neuen Netzwerks ab. Ein Umstieg könnte sich lohnen, wenn die Preise sinken und die Dienstleistung zufriedenstellend ist.

  4. Offene Fragen und Handlungsempfehlungen

    Entscheider sollten sich über die Preisstrukturen und die Zuverlässigkeit von Speedaf informieren, sobald diese verfügbar sind. Langfristig könnte Speedaf eine wertvolle Ergänzung zum bestehenden Logistikangebot in der Schweiz werden.

  5. Ausblick

    Dies ermöglicht einen Markteintritt ohne eigene Fahrzeugflotte und grosse Zahl von Zustellern. Sollte sich Speedaf etablieren, könnte es zur ernstzunehmenden Konkurrenz für die Post werden.

    Dies könnte die Flexibilität und Effizienz des Netzwerks erhöhen, ohne dass das Unternehmen zunächst in eine eigene Fahrzeugflotte investieren muss.

Dazu passt

Zahlen

Sortierkapazität
50'000 Pakete pro Tag
Geplante Paketmenge pro Jahr
15 Millionen
Grösse des Sortierzentrums
4000 Quadratmeter

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

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Originaltitel: Logistiker Speedaf – Chinesischer Paketdienst bläst zum Angriff auf die Post