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Zürcher Wohnungsmarkt zeigt erste Entspannungstendenzen

Die Leerstandsquote im Kanton Zürich ist leicht gestiegen, während die Preise für Wohneigentum weiterhin anziehen. Die Zürcher Kantonalbank sieht darin mögliche Anzeichen für eine Trendwende.

Titelbild zu: Zürcher Wohnungsmarkt zeigt erste Entspannungstendenzen
Bild: finews.ch

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Leerwohnungsziffer im Kanton Zürich steigt von 0,48 auf 0,52 Prozent.
  • Nettozuwanderung und erhöhte Bautätigkeit als Hauptfaktoren für die Entspannung.
  • Mögliche Auswirkungen auf den gesamten Schweizer Wohnungsmarkt.
  • Erwarteter Anstieg des hypothekarischen Referenzzinssatzes ab der zweiten Jahreshälfte 2027.

Key Facts

Überblick
Quelle
finews.ch
Veröffentlicht
13.10.2026, 08:56
Rubrik
Immobilien
Schwerpunkte
Neue Vorschriften & Compliance
Einschätzung (KI)
NeutralFolgen für Schweizer KMU
  1. Ausgangslage

    In den letzten Jahren war der Schweizer Immobilienmarkt von steigenden Preisen und sinkenden Leerstandsquoten geprägt. Besonders im Kanton Zürich herrschte grosse Knappheit, was zu langen Wartelisten und hohem Druck bei Wohnungsbesichtigungen führte. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat nun in ihrem Immobilienbarometer für das dritte Quartal 2026 erste Anzeichen für eine Entspannung dieser Situation festgestellt.

    Die Situation auf dem Zürcher Wohnungsmarkt war in den letzten Jahren besonders angespannt. Die hohe Nachfrage nach Wohnraum führte zu Gedränge bei Besichtigungen. Die ZKB beschreibt diese Phase als eine Zeit maximaler Knappheit, die nun langsam einem neuen Kapitel weichen könnte.

    Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat in ihrem Immobilienbarometer für das dritte Quartal 2026 eine leichte Entspannung des Zürcher Wohnungsmarktes festgestellt. Dies könnte ein erster Hinweis auf eine mögliche Trendwende sein, nachdem die Preise für Wohneigentum in den letzten Jahren stark gestiegen sind und die Leerstandsquote auf Tiefstwerte gesunken ist.

  2. Hintergrund

    Der Leerwohnungsanteil im Kanton Zürich erhöhte sich von 0,48 auf 0,52 Prozent. Dies ist zwar historisch betrachtet immer noch ein tiefer Wert, aber ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum schweizweiten Durchschnitt von 0,93 Prozent. Die ZKB führt diese Entwicklung auf zwei Hauptfaktoren zurück: eine abnehmende Nettozuwanderung und eine erhöhte Bautätigkeit, die mehr Wohnraum schafft.

    Die ZKB führt die Entspannungstendenzen auf zwei Hauptfaktoren zurück: eine abnehmende Nettozuwanderung und eine erhöhte Bautätigkeit. Die Nettozuwanderung im Kanton Zürich ist 2026 deutlich zurückgegangen, was den Druck auf den Wohnungsmarkt verringert. Gleichzeitig hat die Bautätigkeit zugenommen, was zu einer Erhöhung des Wohnraumangebots beigetragen hat. Diese beiden Faktoren wirken sich direkt auf die Leerstandsquote aus und könnten langfristig zu einer Stabilisierung der Mietpreise beitragen.

  3. Was das bedeutet

    Die Entspannung des Zürcher Wohnungsmarktes könnte auch Auswirkungen auf die ganze Schweiz haben. Viele Haushalte sind in den letzten Jahren aufgrund der Wohnungsknappheit in günstigere Nachbarkantone gezogen. Wenn der Druck in Zürich nachlässt, könnte dies zu einer geringeren Abwanderung führen.

    Für Mieter, die bereits länger in derselben Wohnung leben, könnten die Kosten steigen. Die ZKB rechnet damit, dass der hypothekarische Referenzzinssatz aufgrund höherer Energiekosten und Leitzinserhöhungen der Schweizerischen Nationalbank voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2027 erneut ansteigen wird. Dies könnte sich auf die Mietkosten auswirken.

    Für Mieter, die bereits länger in derselben Wohnung leben, könnten die Kosten steigen. Dies könnte sich auf die Betriebskosten auswirken und die Rentabilität beeinflussen. Zudem könnten Unternehmen, die Mitarbeiterwohnungen anbieten, mit höheren Kosten konfrontiert werden. Es ist wichtig, diese Entwicklungen im Auge zu behalten und mögliche Anpassungen in der Finanzplanung vorzunehmen.

    Die Entwicklung auf dem Zürcher Wohnungsmarkt ist ein Beispiel dafür, wie makroökonomische Faktoren wie Zuwanderung und Bautätigkeit die Immobilienpreise beeinflussen können. Die erwarteten Leitzinserhöhungen der Schweizerischen Nationalbank zeigen zudem, wie eng die Immobilienmärkte mit der allgemeinen Wirtschaftslage verbunden sind.

    Für Schweizer KMU könnte die Entspannung des Zürcher Wohnungsmarktes bedeuten, dass die Kosten für Gewerbeimmobilien und Mitarbeiterwohnungen langfristig stabiler werden. Allerdings könnten steigende Referenzzinssätze die Finanzierungskosten für Unternehmen erhöhen, die Immobilien besitzen oder mieten.

  4. Ausblick

    Trotz der ersten Anzeichen einer Entspannung bleibt die Situation auf dem Zürcher Wohnungsmarkt angespannt. Die Preise für Wohneigentum zeigen weiterhin einen Aufwärtstrend, wenn auch mit abnehmender Dynamik. Die ZKB prognostiziert für 2027 ein Preisanstieg von 2,5 Prozent in der Schweiz und 2 Prozent im Kanton Zürich.

Zahlen

Leerwohnungsziffer Kanton Zürich
0,52 Prozent
Leerwohnungsziffer Schweiz
0,93 Prozent
ZWEX-Anstieg drittes Quartal 2026
1,6 Prozent
Prognostizierter Preisanstieg 2027 Schweiz
2,5 Prozent
Prognostizierter Preisanstieg 2027 Kanton Zürich
2 Prozent

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Originaltitel: Muss man sich bei Wohnungsbesichtigungen bald weniger drängeln?