Revolut senkt KI-Kosten um 90 Prozent mit chinesischem Modell
Die Neobank Revolut wechselt ihre 2000 Software-Ingenieure auf ein selbst gehostetes chinesisches KI-Modell. Die Kosten sanken auf ein Zehntel, die Codierzeit um 60 Prozent.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Revolut senkte die KI-Kosten um 90 Prozent mit GLM.
- Die Codierzeit fiel um 60 Prozent, die Lead Time um 70 Prozent.
- GLM läuft auf 56 Nvidia B200-Chips, die Kosten betragen 30 Cent pro Million Tokens.
- Revolut nutzt nur öffentlich verfügbare Modellgewichte und hostet sie in den USA.
- Die Ingenieure müssen keine Token-Limits mehr einhalten.
- Die Hardware-Investitionen könnten mehrere Millionen Euro betragen.
- Die Nutzungsdauer der Chips ist auf zwei bis drei Jahre begrenzt.
Für die Schweiz Einschätzung der KI
- +Geringere Kosten für KI-Modelle könnten Schweizer Fintechs helfen.
- −Hohe Hardware-Investitionen könnten kleine Unternehmen überfordern.
Key Facts
Überblick- Quelle
- Trending Topics
- Veröffentlicht
- 03.11.2026, 09:22
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Künstliche Intelligenz, Digitalisierung & Verwaltung
- Einschätzung (KI)
- PositivEffizienzsteigerung durch Open-Weight-Modell
Ausgangslage
Revolut hat seine Software-Entwicklung radikal umgestellt. Statt der teuren Modelle Claude Code und Codex setzt die Neobank nun auf GLM, ein chinesisches Open-Weight-Modell. Der Wechsel senkte die Kosten auf ein Zehntel und die Codierzeit um 60 Prozent.
Revolut hat mit dem Wechsel zu GLM nicht nur Kosten gespart, sondern auch die Effizienz der Software-Entwicklung gesteigert. Die Neobank nutzt das chinesische Modell nun als Standard für ihre 2000 Ingenieure, was die Arbeitsabläufe deutlich beschleunigt. Die Entscheidung fiel nach Tests mit anderen KI-Modellen, die zwar Verbesserungen brachten, aber nicht die gewünschte Kostensenkung erreichten.
Hintergrund
David Abitbol, Leiter der KI-Operationen bei Revolut, präsentierte die Ergebnisse auf der AI Engineer Conference in New York. Revolut testete zuvor Google’s Gemini und Claude Code, doch die Kosten blieben hoch. Mit GLM, das auf 56 Nvidia B200-Chips läuft, erreichte Revolut deutliche Effizienzgewinne. Die Ingenieure müssen keine Token-Limits mehr beachten, was die Arbeitsabläufe beschleunigt.
David Abitbol, der die KI-Operationen und Infrastruktur bei Revolut leitet, stellte fest, dass die Lead Time stärker sank als die reine Codierzeit. Revolut setzt auf strenge Compliance-Regeln, um sicherzustellen, dass die KI-Modelle nicht autonom agieren, sondern immer unter menschlicher Aufsicht stehen.
Was das bedeutet
Für Revolut und ähnliche Unternehmen könnte der Wechsel zu Open-Weight-Modellen ein Game-Changer sein. Die Kostenersparnis ist enorm, doch die technische Umsetzung erfordert erhebliche Investitionen in Hardware und Infrastruktur. Kleinere Teams könnten von solchen Einsparungen nicht profitieren, da die Skaleneffekte fehlen.
Ausblick
Ob andere Unternehmen Revoluts Erfolg replizieren können, bleibt abzuwarten. Die Hardware-Kosten sind hoch, und die Technologie entwickelt sich rasant. Revolut setzt zudem auf strenge Compliance-Regeln, um regulatorische Bedenken auszuräumen. Langfristig könnte die Abhängigkeit von spezifischer Hardware ein Risiko darstellen.
Dazu passt
Zahlen
- KI-Kosten
- 10 Prozent des vorherigen Wertes
- Codierzeit
- 60 Prozent weniger
- Lead Time
- 70 Prozent weniger
- Tokens
- 30 Cent pro Million
- Chips
- 56 Nvidia B200
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Umfrage für Unternehmen
Planen Sie den Wechsel zu Open-Weight-KI-Modellen?
Antwort wählen – anonym, ohne Anmeldung
Originaltitel: Revolut Cuts A.I. Coding Costs 90% With a Chinese Open-Weight Model



