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Schaeffler streicht Tausende Jobs und schliesst Werke

Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler verschärft seinen Sparkurs mit einem weiteren Kostensenkungsprogramm. Tausende Stellen sollen in Europa fallen, darunter 2.660 in Deutschland.

Titelbild zu: Schaeffler streicht Tausende Jobs und schliesst Werke
Bild: Moneycab

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Schaeffler baut 3.460 Stellen in Europa ab, davon 2.660 in Deutschland.
  • Vier Standorte in Deutschland werden geschlossen, darunter Dortmund und Berlin.
  • Rund 50 Prozent der Stellenstreichungen betreffen die Produktion.
  • Einmalkosten für das Sparprogramm betragen 480 Millionen Euro.
  • Ergebnisverbesserung von 300 Millionen Euro ab 2030 erwartet.

Für die Schweiz Einschätzung der KI

  • −(+) Schweizer Standorte von Schaeffler sind nicht direkt betroffen.
  • −(-) Automobilkrise in Europa könnte indirekt auch Schweizer Zulieferer treffen.

Key Facts

Überblick
Quelle
Moneycab
Veröffentlicht
03.11.2026, 09:31
Rubrik
Unternehmen
Schwerpunkte
Fachkräftemangel, Neue Vorschriften & Compliance, Export & neue Märkte
Quellen
3 berichten darüber
Einschätzung (KI)
NegativK26,K28 | Aktualisierung der Schaeffler-Meldung
  1. Ausgangslage

    Schaeffler reagiert mit einem weiteren Kostensenkungsprogramm auf die anhaltende Automobilkrise in Europa. Das Unternehmen plant, in Europa 3.460 Stellen abzubauen, davon 2.660 in Deutschland. Zudem sind die Schliessung von vier deutschen Standorten und Kapazitätsanpassungen an weiteren Standorten vorgesehen.

    Die Schliessung von fünf Standorten, darunter Dortmund, Morbach, Berlin und Schwalbach, ist Teil der geplanten Massnahmen. In Dortmund arbeiten aktuell 430 Beschäftigte, in Morbach 160. Der Standort Berlin mit 270 Mitarbeitenden wird eingestellt, während in Schwalbach 385 Beschäftigte arbeiten, von denen ein Grossteil an den Standort Frankfurt wechseln soll.

  2. Hintergrund

    Die Massnahmen sind Teil eines Ergebnisverbesserungsprogramms, das Überkapazitäten abbauen und Personalkosten senken soll. Die Produktion ist von der Hälfte der Stellenstreichungen betroffen. 30 Prozent betreffen den Bereich Forschung und Entwicklung. Die restlichen 20 Prozent betreffen andere Funktionsbereiche. Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld veranschlagt Einmalkosten von rund 480 Millionen Euro für das Sparprogramm.

    Das Ergebnisverbesserungsprogramm zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit von Schaeffler zu sichern. Die Einmalkosten von 480 Millionen Euro unterstreichen die Dringlichkeit der Massnahmen. Die Anpassungen in der Forschung und Entwicklung zeigen, dass auch langfristige Strategien überprüft werden müssen.

    Kapazitäts- und Strukturanpassungen sind auch an weiteren Standorten wie Herzogenaurach, Bühl, Höchstadt, Nürnberg und Regensburg geplant. Die Massnahmen betreffen 16 Standorte in der Region Europa.

  3. Was das bedeutet

    Die Schliessung von fünf Standorten in Deutschland betrifft insgesamt rund 190 Stellen. Die IG Metall und der Konzernbetriebsrat kritisieren das Sparprogramm scharf und sehen darin kein Zukunftskonzept für den Industriestandort Deutschland. Bereits im Jahr 2024 und 2025 plante Schaeffler, mehrere tausend Arbeitsplätze zu streichen.

    Die Scharfe Kritik von IG Metall und Konzernbetriebsrat unterstreicht die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Massnahmen. Die IG Metall sieht in den wiederholten Abbauprogrammen kein Zukunftskonzept für den Industriestandort Deutschland. Die Schliessung von Standorten wie Dortmund und Berlin hat nicht nur Auswirkungen auf die Beschäftigten, sondern auch auf die regionalen Wirtschaften. Die Massnahmen zeigen, wie stark die Automobilkrise die Branche belastet.

  4. Ausblick

    Schaeffler erwartet durch die Massnahmen eine jährliche Ergebnisverbesserung von 300 Millionen Euro ab 2030. Die geplanten Strukturanpassungen sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in einer schwierigen Marktlage sichern.

Dazu passt

Zahlen

Stellenabbau in Europa
3.460
Stellenabbau in Deutschland
2.660
Einmalkosten für Sparprogramm
480 Millionen Euro
Ergebnisverbesserung ab 2030
300 Millionen Euro

Wissen zur Meldung

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