Swisscoms Glasfaserpreis bleibt für weitere zwei Jahre gedeckelt
Der Preisüberwacher hat die aktuelle Preisobergrenze für die Vermietung des Glasfasernetzes von Swisscom bestätigt. Die Regelung gilt nun bis Ende 2026.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Swisscoms Glasfaserpreis bleibt bis Ende 2028 gedeckelt
- Preisobergrenze von 24 Franken pro Monat gilt seit Oktober 2022
- Andere Anbieter wie Sunrise und Salt mieten das Netz für eigene Dienstleistungen
- Verlängerung fördert Wettbewerb und Planungssicherheit
Key Facts
Überblick- Quelle
- it-markt.ch
- Veröffentlicht
- 09.10.2026, 13:52
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Digitalisierung & Verwaltung, Neue Vorschriften & Compliance
- Quellen
- 2 berichten darüber
- Einschätzung (KI)
- NeutralPreisüberwacher entscheidet
Ausgangslage
Swisscom erhält für die Vermietung ihres Glasfasernetzes an andere Telekommunikationsunternehmen in den kommenden zwei Jahren eine maximale monatliche Gebühr von 24 Franken. Diese Regelung wurde nach einer Prüfung der Kosten- und Einnahmendaten zwischen Swisscom und dem Preisüberwacher vereinbart. Die aktuelle Preisobergrenze gilt bereits seit Oktober 2022 und wurde nun um weitere zwei Jahre verlängert.
Hintergrund
Das Produkt "Access Line Optical" (ALO) ermöglicht es anderen Anbietern wie Sunrise, Init7 und Salt, das physische Glasfasernetz von Swisscom zu mieten. Diese Infrastruktur wird von den Telekommunikationsanbietern genutzt, um eigene Dienstleistungen anzubieten. Die Preisobergrenze von 24 Franken pro Monat wurde bereits im September 2024 für zwei Jahre festgelegt und nun um weitere zwei Jahre verlängert.
Die Verlängerung der Preisobergrenze erfolgte nach einer gründlichen Prüfung der Kosten- und Einnahmendaten von Swisscom durch den Preisüberwacher. Diese Prüfung war notwendig, um sicherzustellen, dass die Preise fair und wettbewerbsgerecht bleiben. Swisscom und der Preisüberwacher kamen im September 2024 überein. Sie beschlossen, die Preise bis Ende September 2026 nicht zu ändern.
Was das bedeutet
Die Preisobergrenze für das Glasfasernetz ist ein wichtiger Faktor für den Wettbewerb auf dem Schweizer Telekommarkt. Durch die gedeckelten Preise können andere Anbieter ihre Dienstleistungen zu fairen Konditionen anbieten. Dies fördert die Vielfalt und den Wettbewerb im Markt.
Für Unternehmen, die das Glasfasernetz von Swisscom mieten, bedeutet die Verlängerung der Preisobergrenze Planungssicherheit. Sie können ihre eigenen Preise stabil halten und ihre Dienstleistungen weiter ausbauen. Dies ist besonders wichtig für kleinere Anbieter, die von den niedrigen Mietpreisen profitieren.
Die Preisobergrenze für Glasfasernetze ist ein zentrales Instrument, um faire Wettbewerbsbedingungen im Telekommunikationsmarkt zu gewährleisten. Sie verhindert, dass ein einzelner Anbieter durch überhöhte Preise den Markt dominiert.
Für Schweizer KMU im Telekommunikationssektor bedeutet die Verlängerung der Preisobergrenze Planungssicherheit und faire Wettbewerbsbedingungen. Sie können ihre Dienstleistungen zu stabilen Preisen anbieten und von der Infrastruktur von Swisscom profitieren.
Auswirkungen auf die Digitalisierung
Die Verlängerung der Preisobergrenze für das Glasfasernetz von Swisscom hat direkte Auswirkungen auf die Digitalisierung in der Schweiz. Ein gut ausgebautes und erschwingliches Glasfasernetz ist eine Grundvoraussetzung für die digitale Transformation von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Durch die stabilen Preise können mehr Unternehmen in die notwendige Infrastruktur investieren und ihre digitalen Dienstleistungen ausbauen.
Dort ist die Nachfrage nach schnellen Internetverbindungen oft geringer, was zu höheren Kosten pro Anschluss führen kann. Durch die gedeckelten Preise wird die Wirtschaftlichkeit solcher Anschlüsse verbessert, was den Ausbau der Infrastruktur fördert.
Strategische Entscheidungen für Telekommunikationsunternehmen
Einerseits bietet die Planungssicherheit die Möglichkeit, langfristige Investitionen in Infrastruktur und Dienstleistungen zu tätigen. Andererseits müssen die Unternehmen ihre Geschäftsmodelle anpassen, um trotz der gedeckelten Preise profitabel zu bleiben.
Unternehmen könnten beispielsweise spezielle Pakete oder Zusatzleistungen anbieten, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Zudem sollten sie ihre Kostenstruktur genau analysieren, um Effizienzsteigerungen zu erzielen und ihre Margen zu sichern.
Ausblick
Es bleibt abzuwarten, ob die Preise nach Ablauf der Frist erneut angepasst werden müssen oder ob die aktuelle Regelung weiter verlängert wird.
Dazu passt
Zahlen
- Preisobergrenze
- 24 Franken
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
Warum wurde die Preisobergrenze verlängert?
Die Verlängerung erfolgte nach einer Prüfung der Kosten- und Einnahmendaten durch den Preisüberwacher.
Welche Anbieter nutzen das Glasfasernetz von Swisscom?
Anbieter wie Sunrise, Init7 und Salt mieten das Netz für eigene Dienstleistungen.
Begriffe
- Access Line Optical (ALO)
- Produkt von Swisscom, das anderen Anbietern das physische Glasfasernetz zur Verfügung stellt
Auch berichtet von
Originaltitel: Swisscom darf Preisobergrenze für Glasfasernetz nicht erhöhen



