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Universitätsspital Zürich: Kosten für neues Klinikinformationssystem steigen deutlich

Das Universitätsspital Zürich (USZ) muss für die Einführung des Klinikinformationssystems von Epic Systems mit höheren Kosten rechnen als ursprünglich geplant. Die Gesamtkosten liegen nun bei rund 190 Millionen Franken, mehr als das Doppelte der ursprünglich veranschlagten Summe.

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Bild: it-markt.ch

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Das Universitätsspital Zürich rechnet mit Gesamtkosten von rund 190 Millionen Franken für das neue KIS von Epic Systems.
  • Ursprünglich waren 94,8 Millionen Franken über zehn Jahre veranschlagt worden.
  • Der Regierungsrat verweist auf Erfahrungen anderer Spitäler, die ähnliche Systeme eingeführt haben.
  • Die Daten sollen in eigenen Rechenzentren des USZ gespeichert werden, um den Zugriff durch US-Behörden zu vermeiden.

Key Facts

Überblick
Quelle
it-markt.ch
Veröffentlicht
07.10.2026, 12:15
Rubrik
Technologie
Region
Zürich
Schwerpunkte
Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz
Quellen
2 berichten darüber
Einschätzung (KI)
NegativHöhere Kosten für Klinikinformationssystem
  1. Ausgangslage

    Das Universitätsspital Zürich (USZ) hat sich für die Einführung eines neuen Klinikinformationssystems (KIS) des US-amerikanischen Anbieters Epic Systems entschieden. Die ursprünglichen Kosten beliefen sich auf 94,8 Millionen Franken. Aktuelle Berechnungen zeigen jedoch, dass die Gesamtkosten auf rund 190 Millionen Franken steigen werden.

    Die Entscheidung des USZ, das Klinikinformationssystem von Epic Systems einzuführen, ist Teil einer breiteren Digitalisierungsstrategie im Gesundheitswesen. Das neue System soll 15 bestehende Applikationen ersetzen und somit die Effizienz und Qualität der Patientenversorgung verbessern. Die ursprünglichen Kosten von 94,8 Millionen Franken sollten aus den eigenen Mitteln des USZ finanziert werden.

  2. Hintergrund

    Die höheren Kosten wurden in einer Antwort des Zürcher Regierungsrats auf eine Kantonsratsanfrage offengelegt. Der Regierungsrat verweist auf Erfahrungen anderer Schweizer Spitäler, die ähnliche Systeme eingeführt haben. Diese Erfahrungen deuten darauf hin, dass die tatsächlichen Kosten eine Grössenordnung erreichen könnten, die dem Vergabepreis entspricht.

  3. Was das bedeutet

    Zudem könnte die Erfahrung des USZ dazu führen, dass mehr Aufmerksamkeit auf die genaue Kalkulation und Risikobewertung von IT-Projekten gelegt wird.

    Die Einführung von Klinikinformationssystemen ist ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung des Gesundheitswesens. Allerdings zeigen die Erfahrungen des USZ, dass solche Projekte oft mit unvorhergesehenen Kosten verbunden sind. Dies könnte auch andere Spitäler in der Schweiz vor Herausforderungen stellen, die ähnliche Systeme planen.

  4. Chancen und Risiken der Digitalisierung im Gesundheitswesen

    Allerdings sind mit der Digitalisierung auch Risiken verbunden. Zudem besteht die Herausforderung, die Daten sicher zu speichern und vor unberechtigtem Zugriff zu schützen.

  5. Offene Fragen und Handlungsempfehlungen für Entscheider

    Die aktuelle Situation wirft mehrere offene Fragen auf, die Entscheider im Gesundheitswesen berücksichtigen sollten. Wie wird das USZ die zusätzlichen Kosten decken und welche Auswirkungen könnten diese auf andere Bereiche des Spitals haben? Eine weitere Frage betrifft die technische Umsetzung. Wie kann sichergestellt werden, dass das neue System die hohen Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit erfüllt?

    Entscheider sollten prüfen, welche Massnahmen ergriffen werden können, um die Risiken zu minimieren und die Vorteile der Digitalisierung voll auszuschöpfen. Dies könnte die Einrichtung eines speziellen Gremiums zur Überwachung des Projekts umfassen, das regelmässig den Fortschritt und die Kostenentwicklung überprüft. Zudem sollten klare Richtlinien für die Datenverwaltung und den Schutz der Patientendaten entwickelt werden, um sicherzustellen, dass alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

  6. Ausblick

    Das USZ plant, die Daten in eigenen Rechenzentren zu speichern, um den Zugriff durch US-Behörden zu vermeiden. Dies könnte jedoch zusätzliche technische und administrative Herausforderungen mit sich bringen. Die kantonale Datenschutzbeauftragte betont die Wichtigkeit einer sicheren Umsetzung.

Dazu passt

Zahlen

Gesamtkosten
190 Millionen Franken
Ursprüngliche Vergabesumme
94,8 Millionen Franken

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Fragen und Antworten

Warum sind die Kosten für das neue KIS höher als ursprünglich geplant?

Die höheren Kosten wurden in einer Antwort des Zürcher Regierungsrats auf eine Kantonsratsanfrage offengelegt. Der Regierungsrat verweist auf Erfahrungen anderer Schweizer Spitäler, die ähnliche Systeme eingeführt haben.

Wie plant das USZ, den Zugriff durch US-Behörden zu vermeiden?

Das USZ plant, die Daten des neuen KIS in eigenen Rechenzentren zu speichern, um den Zugriff durch US-Behörden aufgrund des US Cloud Acts zu vermeiden.

Begriffe

Klinikinformationssystem (KIS)
Ein IT-System, das klinische Prozesse in Spitälern unterstützt und verwaltet.
US Cloud Act
Ein US-Gesetz, das US-Behörden das Recht einräumt, auf Daten zuzugreifen, die bei US-Anbietern gespeichert sind.
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