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Bundesrat will KI zur Effizienzsteigerung in der Verwaltung nutzen

Der Bundesrat plant, künstliche Intelligenz und Automatisierung in der Bundesverwaltung einzusetzen. Ziel ist es, repetitive Aufgaben zu optimieren und die Effizienz zu steigern. Herausforderungen wie rechtliche Rahmenbedingungen und Weiterbildung der Mitarbeitenden stehen jedoch im Weg.

Titelbild zu: Bundesrat will KI zur Effizienzsteigerung in der Verwaltung nutzen
Bild: it-markt.ch

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Der Bundesrat will KI und Automatisierung nutzen, um die Effizienz der Bundesverwaltung zu steigern.
  • Repetitive Aufgaben wie Ämterkonsultationen und Fallprüfungen sollen automatisiert werden.
  • Herausforderungen sind rechtliche Rahmenbedingungen und die Weiterbildung der Mitarbeitenden.
  • Fünf konkrete Projekte sollen vorangetrieben werden, darunter die Automatisierung von Ämterkonsultationen.

Key Facts

Überblick
Quelle
it-markt.ch
Veröffentlicht
05.10.2026, 15:00
Rubrik
Technologie
Schwerpunkte
Künstliche Intelligenz, Digitalisierung & Verwaltung
Quellen
2 berichten darüber
Einschätzung (KI)
NeutralAutomatisierung in der Verwaltung
  1. Ausgangslage

    Der Bundesrat sieht in künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung ein grosses Potenzial, um die Effizienz der Bundesverwaltung zu steigern. In einem Bericht legt die Regierung dar, wie repetitive Aufgaben wie Ämterkonsultationen, Fallprüfungen und Backoffice-Prozesse automatisiert werden sollen.

    Der Bundesrat hat bereits über 130 Prozesse in der Bundesverwaltung analysiert und daraus 10 übergeordnete Referenzprozesse abgeleitet. Diese Prozesse umfassen unter anderem die Verwaltung von externen Anfragen, die Prüfung von Gesuchen und Fällen sowie das Datenmanagement. Das Potenzial zur Effizienzsteigerung ist besonders hoch bei repetitiven Aufgaben, die eine klare und stabile Prozessführung sowie eine gute Datenverfügbarkeit aufweisen.

  2. Hintergrund

    Das Parlament hatte den Bundesrat mit einem Postulat beauftragt, zu prüfen, wie die Verwaltung durch KI und Automatisierung effizienter gestaltet werden kann. Der nun vorgelegte Abschlussbericht zeigt, dass bereits erste Schritte in diese Richtung unternommen wurden. So gibt es eine Teilstrategie zum Einsatz von KI-Systemen und einen Gemeinsamen Fachdienst Business Process Automation (GFD BPA).

    Die Regierung betont, dass KI und Automatisierung die Bevölkerung und die Wirtschaft entlasten können, indem sie den Verwaltungsaufwand verringern und die Bearbeitungszeiten verkürzen. Allerdings müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Automatisierungstools erst noch geschaffen werden. Eine weitere Herausforderung besteht in der einheitlichen Implementierung dieser Tools über die verschiedenen Verwaltungseinheiten hinweg.

    Eine Herausforderung besteht in der einheitlichen Implementierung dieser Tools über die verschiedenen Verwaltungseinheiten hinweg. Der Bundesrat betont die Notwendigkeit, Mitarbeitende und Führungskräfte zu befähigen, Automatisierungspotenziale zu erkennen und rechtliche sowie sicherheitsrelevante Anforderungen korrekt einzuordnen. Das aktuelle Weiterbildungsangebot erreicht die Breite der Verwaltung nur punktuell.

  3. Was das bedeutet

    Die Schweiz sieht sich mit der Aufgabe konfrontiert, administrative Prozesse zu optimieren, um den demografischen Wandel und das steigende Datenvolumen zu bewältigen. KI und Automatisierung könnten dabei helfen, den Verwaltungsaufwand zu verringern und die Qualität der Dienstleistungen zu verbessern.

    Für Unternehmen könnte die Automatisierung der Bundesverwaltung zu kürzeren Bearbeitungszeiten und weniger Bürokratie führen. Dies würde die Wirtschaft entlasten und Ressourcen für prioritäre Aufgaben freisetzen. Allerdings müssen auch Unternehmen in die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden investieren, um die neuen Technologien effektiv nutzen zu können.

  4. Ausblick

    Der Bundesrat plant, fünf konkrete Projekte voranzutreiben, darunter die Automatisierung von Ämterkonsultationen und die Prüfung von Gesuchen und Fällen. Langfristig soll eine verwaltungsinterne Portfolio-Übersicht über die genutzten KI- und Automatisierungssysteme erstellt werden. Der Bundesrat wird sich zudem mit einem Digitalisierungsartikel für die Bundesverfassung befassen.

Dazu passt

Zahlen

Anzahl der ausgewerteten Prozesse
130
Anzahl der übergeordneten Referenzprozesse
10

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Fragen und Antworten

Welche Herausforderungen sieht der Bundesrat bei der Implementierung von KI und Automatisierung?

Der Bundesrat sieht Herausforderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen, der einheitlichen Implementierung über die Verwaltungseinheiten hinweg und der Weiterbildung der Mitarbeitenden.

Welche Projekte will der Bundesrat vorantreiben?

Der Bundesrat will fünf konkrete Projekte vorantreiben, darunter die Automatisierung von Ämterkonsultationen und die Prüfung von Gesuchen und Fällen.

Begriffe

Künstliche Intelligenz (KI)
Technologie, die Maschinen ermöglicht, menschenähnliche Aufgaben zu erledigen.
Automatisierung
Einsatz von Technologien zur Übernahme repetitiver Aufgaben.
Business Process Automation (BPA)
Automatisierung von Geschäftsprozessen.
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Auch berichtet von

Originaltitel: Wie KI die Bundesverwaltung effizienter machen soll