Bundesrat will KI für effizientere Bundesverwaltung nutzen
Der Bundesrat plant, künstliche Intelligenz und Automatisierung in der Bundesverwaltung einzusetzen, um Prozesse zu optimieren. Ein Bericht zeigt jedoch auch Herausforderungen auf, insbesondere bei der Umsetzung und Finanzierung.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Bundesrat plant Automatisierung von Verwaltungsprozessen mit KI
- Fünf konkrete Projekte sollen vorangetrieben werden
- Herausforderungen bei der Implementierung und Finanzierung
- KI könnte Verwaltungsaufwand verringern und Qualität verbessern
- Unternehmen könnten von schnelleren Bearbeitungszeiten profitieren
Key Facts
Überblick- Quelle
- Netzwoche
- Veröffentlicht
- 05.10.2026, 15:00
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Künstliche Intelligenz, Digitalisierung & Verwaltung
- Quellen
- 2 berichten darüber
- Einschätzung (KI)
- NeutralDigitalisierung der Verwaltung
Ausgangslage
Der Bundesrat sieht in künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung ein grosses Potenzial, um die Effizienz der Bundesverwaltung zu steigern. In einem Bericht listet die Regierung verschiedene Anwendungsfälle auf, die in den kommenden Jahren automatisiert werden sollen. Dazu gehören unter anderem Ämterkonsultationen, Fallprüfungen und Backoffice-Prozesse.
Der Bericht des Bundesrats identifiziert zehn übergeordnete Referenzprozesse, die besonders von der Automatisierung profitieren könnten. Dazu gehören die Verwaltung von externen Anfragen, die Prüfung von Gesuchen und die Entwicklung von Software. Das Potenzial ist besonders hoch bei repetitiven Aufgaben, die eine hohe Prozessklarheit und -beständigkeit sowie eine gute Datenverfügbarkeit aufweisen. Die Bundesverwaltung hat bereits verschiedene Massnahmen ergriffen, um die Automatisierung von Abläufen zu steuern, beispielsweise durch die Teilstrategie zur Anwendung von KI-Systemen.
Der Bericht des Bundesrats zeigt, dass bereits verschiedene Verwaltungseinheiten KI- und Automatisierungstechnologien produktiv einsetzen. Verschiedene Einheiten nutzen bereits KI und andere Technologien, um Prozesse zu automatisieren. Allerdings sind diese Projekte bisher eher punktuell und nicht flächendeckend implementiert.
Hintergrund
Die Idee, KI in der Verwaltung einzusetzen, stammt aus einem Postulat des Parlaments. Der Bundesrat hat daraufhin einen Abschlussbericht erstellt, der die Möglichkeiten und Herausforderungen der Automatisierung aufzeigt. Die Regierung betont, dass KI und Automatisierung den Verwaltungsaufwand verringern, Bearbeitungszeiten verkürzen und die Qualität der Arbeit verbessern können.
Der Bundesrat betont, dass die Automatisierung nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die Qualität der Verwaltungsarbeit verbessern kann. Besonders wichtig ist dabei die Entlastung der Mitarbeitenden, die durch den demografischen Wandel und das steigende Datenvolumen zunehmend unter Druck geraten. Die Regierung sieht in der Automatisierung eine Möglichkeit, diese Herausforderungen zu bewältigen und die Verwaltung zukunftsfähig zu gestalten.
Was das bedeutet
Die Schweiz steht vor der Herausforderung, den demografischen Wandel und das steigende Datenvolumen zu bewältigen. KI und Automatisierung könnten helfen, diese Aufgaben mit weniger Personalressourcen zu bewältigen. Allerdings sind die rechtlichen Rahmenbedingungen noch nicht vollständig geklärt, und die Implementierung über verschiedene Verwaltungseinheiten hinweg stellt eine Herausforderung dar.
Die Schweiz steht vor der Herausforderung, den demografischen Wandel und das steigende Datenvolumen zu bewältigen. Die Automatisierung von Prozessen könnte dabei helfen, die Verwaltung zu entlasten und die Qualität der Arbeit zu verbessern. Allerdings müssen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Finanzierung geklärt werden, um eine flächendeckende Implementierung zu ermöglichen.
Für Unternehmen könnte die Automatisierung der Bundesverwaltung zu schnelleren Bearbeitungszeiten und weniger Bürokratie führen. Dies könnte insbesondere für KMU von Vorteil sein, die oft mit begrenzten Ressourcen arbeiten. Allerdings müssen auch Unternehmen selbst in die Fähigkeiten zur Nutzung von KI und Automatisierung investieren.
Ausblick
Der Bundesrat plant, fünf konkrete Projekte voranzutreiben, darunter die Automatisierung von Ämterkonsultationen und die Prüfung von Gesuchen. Langfristig soll eine verwaltungsinterne Portfolio-Übersicht über die genutzten KI-Systeme erstellt werden. Allerdings fehlen derzeit die finanziellen Ressourcen, um alle Anwendungsfälle weiterzuverfolgen.
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Zahlen
- Anzahl ausgewerteter Prozesse
- 130
- Anzahl übergeordneter Referenzprozesse
- 10
- Anzahl Departemente und Bundeskanzlei mit mindestens drei Anwendungsfällen
- 5
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
Welche konkreten Projekte plant der Bundesrat?
Der Bundesrat plant unter anderem die Automatisierung von Ämterkonsultationen, die Prüfung von Gesuchen und die Standardisierung von Daten.
Welche Herausforderungen gibt es bei der Umsetzung?
Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind noch nicht vollständig geklärt, und die Implementierung über verschiedene Verwaltungseinheiten hinweg stellt eine Herausforderung dar. Zudem fehlen derzeit die finanziellen Ressourcen.
Begriffe
- Künstliche Intelligenz (KI)
- Technologie, die Maschinen ermöglicht, menschenähnliche Aufgaben zu erledigen
- Automatisierung
- Einsatz von Technologien zur Durchführung von Prozessen ohne menschliches Eingreifen
- Demografischer Wandel
- Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur, insbesondere durch Alterung und Migration
Auch berichtet von
Originaltitel: Wie KI die Bundesverwaltung effizienter machen soll



