Wohneigentum in der Schweiz weiter im Aufwärtstrend
Die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen sind im dritten Quartal 2026 erneut gestiegen. Besonders stark verteuert haben sich Einfamilienhäuser, während Eigentumswohnungen auf Jahressicht den grösseren Anstieg verzeichneten.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Einfamilienhäuser stiegen im Q3 2026 um 2,0 Prozent.
- Eigentumswohnungen legten auf Jahressicht um 5,9 Prozent zu.
- Regionale Unterschiede: Zürich und Südschweiz verzeichneten starke Anstiege.
- Knappes Angebot als Hauptgrund für die Preisdynamik.
Key Facts
Überblick- Quelle
- finews.ch
- Veröffentlicht
- 12.10.2026, 15:58
- Rubrik
- Immobilien
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance
- Quellen
- 2 berichten darüber
- Einschätzung (KI)
- Negativhöhere Kosten für KMU
Preisentwicklung
Im dritten Quartal 2026 haben sich die Preise für Wohneigentum in der Schweiz weiter erhöht. Einfamilienhäuser verzeichneten dabei einen stärkeren Anstieg als Eigentumswohnungen. Laut dem Transaktionspreisindex von Raiffeisen stiegen die Preise für Einfamilienhäuser im Vergleich zum Vorquartal um 2,0 Prozent, während Eigentumswohnungen um 1,7 Prozent teurer wurden.
Auf Jahressicht zeigt sich ein anderes Bild. Eigentumswohnungen legten mit 5,9 Prozent stärker zu als Einfamilienhäuser, die um 3,6 Prozent an Wert gewannen. Besonders deutlich war der Anstieg in der Region Zürich, wo Einfamilienhäuser um 4,8 Prozent teurer wurden. In der Südschweiz stiegen die Preise für Eigentumswohnungen um 7,4 Prozent.
Besonders Einfamilienhäuser haben in diesem Zeitraum deutlich an Wert gewonnen.
Regionale Unterschiede
Die Preisentwicklung variiert stark je nach Region und Gemeindetyp. In Zentrumsgemeinden verteuerten sich Einfamilienhäuser in den letzten vier Quartalen um 5,2 Prozent. In touristischen Gemeinden stiegen die Preise für Eigentumswohnungen am stärksten, nämlich um 7,9 Prozent, während sie in den Zentren nur 1,6 Prozent betrugen.
Die regionalen Unterschiede in der Preisentwicklung sind deutlich sichtbar. In der Region Zürich, einem der begehrtesten Immobilienmärkte der Schweiz, sind die Preise für Einfamilienhäuser besonders stark gestiegen. Dies könnte auf die hohe Lebensqualität und die gute Infrastruktur in dieser Region zurückzuführen sein. In der Südschweiz haben sich die Preise für Eigentumswohnungen am stärksten erhöht, was möglicherweise auf die Attraktivität dieser Region für internationale Käufer zurückzuführen ist.
Regionen mit wachsender Bevölkerung und guter Infrastruktur verzeichnen tendenziell höhere Preisanstiege.
Ursachen
Die anhaltende Preisdynamik wird hauptsächlich auf das knappe Angebot zurückgeführt. Die Zinsen für Festhypotheken sind in den letzten Monaten gestiegen, was jedoch nicht ausreicht, um die hohe Preisdynamik am Eigenheimmarkt zu stoppen. Das Angebot bleibt zu knapp, um eine Umkehrung des Trends zu bewirken.
Immer mehr Menschen ziehen in die Städte, was die Nachfrage nach Wohneigentum in urbanen Gebieten erhöht. Die Zinsen für Festhypotheken sind in den letzten Monaten gestiegen, jedoch nicht ausreichend, um die hohe Preisdynamik zu stoppen.
Was das bedeutet
Die Preisentwicklung im Wohneigentum spiegelt die allgemeine Knappheit an verfügbaren Immobilien wider. In Zeiten niedriger Zinsen und hoher Nachfrage nach Eigenheimen steigen die Preise, besonders in attraktiven Regionen.
Für Schweizer KMU, die in Immobilien investieren, bedeutet dies höhere Kosten für Eigenheime. Dies kann die Finanzierung von Projekten erschweren und die Renditeerwartungen beeinflussen.
Ausblick
Der Transaktionspreisindex von Raiffeisen stützt sich auf Handänderungsdaten von Raiffeisen und dem Swiss Real Estate Datapool.
Zahlen
- Preisanstieg Einfamilienhäuser Q3 2026
- 2,0 Prozent
- Preisanstieg Eigentumswohnungen Q3 2026
- 1,7 Prozent
- Preisanstieg Einfamilienhäuser Jahresvergleich
- 3,6 Prozent
- Preisanstieg Eigentumswohnungen Jahresvergleich
- 5,9 Prozent
- Stärkster Anstieg Einfamilienhäuser Region Zürich
- 4,8 Prozent
- Stärkster Anstieg Eigentumswohnungen Südschweiz
- 7,4 Prozent
- Anstieg Einfamilienhäuser Zentrumsgemeinden
- 5,2 Prozent
- Anstieg Eigentumswohnungen touristische Gemeinden
- 7,9 Prozent
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
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Originaltitel: Wohneigentum verteuert sich weiter



