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Goldman Sachs beschränkt KI-Tools auf Entwickler

Die US-Bank Goldman Sachs schränkt den Zugang zu KI-Tools für Mitarbeiter ein. Nur noch Entwickler dürfen bestimmte Tools nutzen. Die Entscheidung wirft Fragen zur Rentabilität von KI-Investitionen auf.

Titelbild zu: Goldman Sachs beschränkt KI-Tools auf Entwickler
Bild: t3n

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Goldman Sachs beschränkt KI-Tools auf Entwickler.
  • Trader nutzen die Tools bisher für Marktanalysen.
  • Nur wenige Banken können den Investitionen in KI derzeit messbare Erträge gegenüberstellen.
  • JPMorgan-Finanzchef Jeremy Barnum kündigte im Juli bei einem Analysten-Call an, einfache Aufgaben wie das Zusammenfassen eines Analystenberichts sollten in der Bank künftig an günstigere Modelle gegeben werden, weil man ab dem zweiten Halbjahr deutlich steigende Tokenkosten erwartet.
  • Goldman Sachs ist am Börsengang von Anthropic beteiligt.

Für die Schweiz Einschätzung der KI

  • +Schweizer Banken könnten von der Konzentration auf Kernkompetenzen lernen.
  • −Höhere Kosten für KI-Tools könnten auch Schweizer Finanzinstitute betreffen.

Key Facts

Überblick
Quelle
t3n
Veröffentlicht
03.11.2026, 10:37
Rubrik
Technologie
Schwerpunkte
Künstliche Intelligenz, Neue Vorschriften & Compliance
Einschätzung (KI)
NeutralKI-Tools für Entwickler nur
  1. Ausgangslage

    Goldman Sachs hat den Zugang zu bestimmten KI-Tools für Mitarbeiter eingeschränkt. Ab Oktober dürfen nur noch Entwickler die Tools Claude Code und GitHub nutzen. Diese Entscheidung betrifft vor allem Trader, die die Tools bisher für Marktanalysen und Kundentransaktionen einsetzten.

    Die Einschränkung betrifft insbesondere Trader, die die KI-Tools bisher nutzten, um Handelsströme zu überwachen und Marktveränderungen zu modellieren. Diese Praxis ermöglichte es den Tradern, schneller auf Marktentwicklungen zu reagieren und ihre Handelsstrategien zu optimieren. Die neue Richtlinie könnte diese Flexibilität einschränken und die Effizienz der Trader beeinträchtigen.

  2. Hintergrund

    Die Bank begründet die Einschränkung mit der Notwendigkeit eines genaueren Monitorings von Produktivität und Risikomanagement. Noch im Juli hatte der Chief Information Officer Marco Argenti das „Vibe Coding“ gelobt, bei dem Mitarbeiter eigene Lösungen mit KI erstellten. Diese Phase der Experimentierfreude scheint nun vorbei zu sein.

    Die aktuelle Richtlinie markiert einen Wechsel hin zu einer strengeren Kontrolle und Nutzung der KI-Tools.

  3. Was das bedeutet

    Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet dies aus vertraulichen Quellen. Nur wenige Banken können den Investitionen in KI derzeit messbare Erträge gegenüberstellen. Die Einschränkung könnte ein Zeichen dafür sein, dass die Wall Street die KI-Nutzung neu bewertet.

    Die Einschränkung des Zugangs zu KI-Tools könnte die Innovationskraft der Bank beeinträchtigen, da weniger Mitarbeiter die Möglichkeit haben, KI für kreative Lösungen zu nutzen. Gleichzeitig könnte die stärkere Kontrolle der KI-Nutzung die Produktivität und das Risikomanagement verbessern, indem sie sicherstellt, dass die Tools nur von Fachleuten eingesetzt werden.

  4. Ausblick

    Die Wall-Street-Bank zieht Nutzen aus dem wachsenden Finanzierungsbedarf der KI-Unternehmen. Goldman führt als Konsortialführer den geplanten Börsengang von Anthropic an. Gleichzeitig unterstützt das Unternehmen den Chiphersteller Nvidia bei grossen Kreditgeschäften. Doch die aktuelle Entscheidung deutet darauf hin, dass die Bank die KI-Nutzung stärker kontrollieren und auf die Kernkompetenzen der Entwickler konzentrieren will.

Dazu passt

Zahlen

Entwickler
12.000
Banken mit KI-Erträgen
12

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

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Originaltitel: Zu teuer für alle? Goldman Sachs beschränkt den Zugang zu KI-Tools