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Schweizer Arbeitnehmende sehen digitale Kompetenzen als Stärke, fürchten aber Arbeitsmarktfolgen von KI

Laut dem Schweizer HR-Barometer 2026 fühlen sich die meisten Arbeitnehmenden gut auf den digitalen Wandel vorbereitet. Dennoch bestehen Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von KI und Automatisierung auf den Arbeitsmarkt.

Titelbild zu: Schweizer Arbeitnehmende sehen digitale Kompetenzen als Stärke, fürchten aber Arbeitsmarktfolgen von KI
Bild: it-markt.ch

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • 70 Prozent der Befragten fühlen sich gut auf den digitalen Wandel vorbereitet.
  • 62 Prozent entwickeln ihre Fähigkeiten aktiv weiter.
  • 30 Prozent fühlen sich durch KI und Automatisierung entlastet.
  • 36 Prozent erwarten eine Zunahme der Arbeitslosigkeit durch Automatisierung.

Key Facts

Überblick
Quelle
it-markt.ch
Veröffentlicht
06.10.2026, 13:11
Rubrik
Technologie
Schwerpunkte
Künstliche Intelligenz, Digitalisierung & Verwaltung
Quellen
2 berichten darüber
Einschätzung (KI)
NeutralArbeitsmarkt und KI
  1. Ausgangslage

    Die Universität Luzern sowie die Hochschule Luzern (HSLU) führten im Rahmen des Schweizer HR-Barometers 2026 eine Umfrage durch. Zwischen März und Juni 2026 wurden 1597 Arbeitnehmende zu digitalen Technologien und deren Auswirkungen befragt. Die Ergebnisse zeigen ein gemischtes Bild: Einerseits fühlen sich die meisten Befragten gut gerüstet für den digitalen Wandel, andererseits bestehen erhebliche Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

  2. Hintergrund

    70 Prozent der Befragten schätzen ihre übertragbaren Kompetenzen wie Projektmanagement, analytisches Denken und digitale Fähigkeiten als ausreichend ein, um mit den neuen Herausforderungen Schritt zu halten. 62 Prozent der Befragten geben an, dass sie ihre Fähigkeiten aktiv weiterentwickeln. Das Vertrauen in die eigenen digitalen Fähigkeiten ist dennoch im Vergleich zu 2020 etwas gesunken.

  3. Was das bedeutet

    Die Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass digitale Technologien bereits einen festen Platz im Arbeitsalltag haben. Rund 30 Prozent der Befragten fühlen sich durch KI und Automatisierung entlastet, da diese die Produktivität steigern und innovative Arbeitsweisen fördern. Fast die Hälfte der Befragten ist abhängig von digitalen Systemen, die zuverlässig funktionieren.

    Elf Prozent der Befragten haben Angst, ihren Job durch neue Technologien oder künstliche Intelligenz zu verlieren. 23 Prozent halten es jedoch für wahrscheinlich, dass einzelne ihrer Aufgaben automatisiert werden. Unternehmen sollten daher darauf achten, ihre Mitarbeiter kontinuierlich weiterzubilden und die Auswirkungen von Automatisierung auf die Arbeitsplatzsicherheit zu kommunizieren.

    Unternehmen sollten nicht nur in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren, sondern auch sicherstellen, dass digitale Systeme zuverlässig und sicher sind. Dies kann durch regelmässige Schulungen, den Einsatz von Cybersecurity-Massnahmen und die Anpassung von Arbeitsprozessen erreicht werden.

    Der Schweizer HR-Barometer 2026 zeigt, dass digitale Technologien bereits einen wesentlichen Bestandteil des Arbeitsalltags darstellen. Die Befragten sind sich der Vorteile bewusst, haben jedoch auch Bedenken hinsichtlich der langfristigen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

    Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie ihre Mitarbeiter kontinuierlich weiterbilden und die Auswirkungen von Automatisierung auf die Arbeitsplatzsicherheit kommunizieren sollten. Dies kann helfen, die Produktivität zu steigern und innovative Arbeitsweisen zu fördern.

  4. Ausblick

    Die Befragten schätzen ihre eigene Zukunft optimistischer ein als die gesamtgesellschaftliche Entwicklung. 36 Prozent erwarten, dass die Automatisierung zu einer Zunahme der Arbeitslosigkeit führen könnte. Unternehmen und Politik sollten sich auf mögliche Arbeitsmarktveränderungen vorbereiten und Massnahmen zur Absicherung der Beschäftigten ergreifen.

    Die Erwartung einer möglichen Zunahme der Arbeitslosigkeit durch Automatisierung unterstreicht die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Herangehensweise. Unternehmen und Politik sollten zusammenarbeiten, um Massnahmen zu ergreifen, die sowohl die Produktivität steigern als auch die Arbeitsplatzsicherheit gewährleisten. Dies kann durch die Förderung von Weiterbildung, die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Anpassung von Arbeitsprozessen erreicht werden.

Dazu passt

Zahlen

Befragte
1597
Gut gerüstet für digitalen Wandel
70 Prozent
Fähigkeiten aktiv weiterentwickelt
62 Prozent
Entlastet durch KI und Automatisierung
30 Prozent
Arbeitsplatzverlust durch KI befürchtet
11 Prozent
Aufgabenautomatisierung für wahrscheinlich gehalten
23 Prozent
Erwartete Zunahme der Arbeitslosigkeit durch Automatisierung
36 Prozent

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Fragen und Antworten

Wie können Unternehmen die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter fördern?

Unternehmen können interne Schulungen, externe Kurse oder Mentoring-Programme anbieten, um die digitalen Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter zu stärken.

Welche Massnahmen können zur Absicherung der Beschäftigten ergriffen werden?

Massnahmen können die Einführung von Weiterbildungsprogrammen, die Anpassung von Arbeitsprozessen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze umfassen.

Begriffe

KI (Künstliche Intelligenz)
Technologie, die es Computern ermöglicht, Aufgaben zu erfüllen, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern.
Automatisierung
Einsatz von Technologien zur Durchführung von Prozessen ohne menschliches Eingreifen.
Digitale Kompetenzen
Fähigkeiten, die für die effektive Nutzung digitaler Technologien erforderlich sind.
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