KI-Revolution: Wie Unternehmen und Arbeitnehmende den Wandel meistern
Die KI verändert die Arbeitswelt grundlegend. Eine Expertin rät zu Weiterbildung und flexibler Anpassung, während Unternehmen in ihre Belegschaften investieren müssen. Doch wie gross ist die tatsächliche Bedrohung?

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- 850'000 von drei Millionen Jobs in der Schweiz sind stark vom KI-Wandel betroffen.
- Junge Menschen unter 30 Jahren haben grössere Angst vor Jobverlust als ältere Arbeitnehmende.
- Die Zahl der Stellenangebote für Berufseinsteiger sinkt.
- Unternehmen müssen in Weiterbildung und KI-Strategien investieren.
- KI kann die Produktivität steigern und den Wohlstand sichern.
Für die Schweiz Einschätzung der KI
- +Unternehmen haben Interesse an Produktivitätssteigerung durch KI.
- −Junge Berufseinsteiger sind besonders verunsichert.
Key Facts
Überblick- Quelle
- SRF News – Wirtschaft
- Veröffentlicht
- 03.11.2026, 07:18
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Fachkräftemangel, Künstliche Intelligenz
- Einschätzung (KI)
- NeutralKI-Wandel und Weiterbildung
Ausgangslage
Die KI-Revolution ist im Gange, und viele Arbeitnehmende fühlen sich verunsichert. Eine Studie von Angestellte Schweiz zeigt, dass vor allem junge Menschen unter 30 Jahren Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes haben. Sie stehen am Anfang ihrer Karriere und haben noch nicht die Erfahrung älterer Kollegen. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Stellenangebote für Berufseinsteiger.
Ein junger Mann hält sein Masterdiplom in Data Science, Statistik und Politik in die Kamera und bezeichnet es als «komplett nutzlos». Seine Aussage zeigt, wie tief die Verunsicherung bei jungen Menschen ist, die in KI-gefährdeten Berufen ausgebildet wurden. Die Studie von Angestellte Schweiz zeigt, dass die Unsicherheit bei unter 30-Jährigen grösser ist als bei über 50-Jährigen.
Hintergrund
KI-Tools sind bereits in vielen Branchen angekommen. Besonders betroffen sind Berufe, in denen Bildschirme eine zentrale Rolle spielen. Handwerker, Sozial- und Pflegeberufe sind dagegen weniger betroffen. Eine Studie der Denkfabrik «einstAIn» zeigt, dass 850'000 von drei Millionen untersuchten Jobs in der Schweiz stark vom Wandel betroffen sind.
Die KI-Revolution betrifft nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch die Ausbildung. Ein junger Mann hält sein Masterdiplom in Data Science, Statistik und Politik in die Kamera und bezeichnet es als «komplett nutzlos». Die Studie von «einstAIn» zeigt, dass KI bereits in vielen Branchen zum Arbeitsalltag gehört. Im Handwerk und in Sozial- und Pflegeberufen spielt sie jedoch kaum eine Rolle.
Was das bedeutet
Die KI-Revolution erfordert Anpassung von beiden Seiten: Arbeitnehmende müssen sich weiterbilden, um mit den neuen Technologien Schritt zu halten. Unternehmen müssen in ihre Belegschaften investieren, um die Transformation erfolgreich zu gestalten. Patrick Chuard-Keller, Chefökonom beim Schweizerischen Arbeitgeberverband, betont, dass die Unternehmen ein starkes Interesse daran haben, die Produktivität ihrer Mitarbeiter zu steigern, um den erwarteten Fachkräftemangel zu kompensieren.
Die KI-Revolution erfordert eine grundlegende Umstellung der Arbeitswelt. Unternehmen müssen ihre Belegschaften in die Lage versetzen, mit den neuen Technologien umzugehen. Dies erfordert nicht nur technische Schulungen, sondern auch eine Veränderung der Unternehmenskultur. Die Expertin Tanja Tanneberger betont, dass Unternehmen transparent kommunizieren müssen, um die Veränderungen als Chance zu nutzen.
Ausblick
Die KI-Revolution ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance. Unternehmen, die KI nutzen, um neue Dienstleistungen, Produkte und Geschäftsmodelle zu entwickeln, schaffen neue Wertschöpfung und Beschäftigungsmöglichkeiten. Angestellte Schweiz fordert einen offenen Dialog zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, um die Veränderungen als Chance zu nutzen.
Die KI-Revolution ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Unternehmen, Bildung und Politik müssen zusammenarbeiten, um die Veränderungen erfolgreich zu gestalten. Tanja Tanneberger weist darauf hin, dass die Arbeitswelt bereits bei der Jahrtausendwende einen grundlegenden Wandel durchlief. Menschen hatten damals ebenfalls Furcht, stehen zu bleiben. Diese Ängste haben sich nicht bestätigt.
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Zahlen
- Jobs stark betroffen
- 850'000
- Befragte mit hoher Verlustwahrscheinlichkeit
- 10%
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