Economiesuisse warnt vor den Folgen einer Ablehnung der EU-Verträge
Monika Rühl, Direktorin von Economiesuisse, erklärt, dass die Forderung nach einem Ständemehr den Abstimmungskampf erschwert und von Gegnern strategisch genutzt wird, um die Vorlage zu Fall zu bringen.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Economiesuisse warnt vor den Folgen einer Ablehnung der EU-Verträge.
- Der Ständerat verlangt ein Ständemehr, was den Abstimmungskampf erschwert.
- Die dynamische Rechtsübernahme bezieht sich lediglich auf bestimmte Gebiete und verleiht der Schweiz ein Mitwirkungsrecht.
- Ein Nein zu den Verträgen würde die wirtschaftliche Stabilität gefährden.
- Economiesuisse betont die Vorteile des bilateralen Wegs für die Schweizer Wirtschaft.
Key Facts
Überblick- Quelle
- SRF News – Wirtschaft
- Veröffentlicht
- 01.10.2026, 17:29
- Rubrik
- Politik
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance, Export & neue Märkte
- Einschätzung (KI)
- Negativbetrifft Schweizer Wirtschaft
Ausgangslage
Die Schweizer Wirtschaft steht vor einer entscheidenden Abstimmung über die neuen Verträge mit der EU. Der Ständerat hat die Hürden erhöht, indem er neben dem Volks- auch das Ständemehr verlangt. Diese Forderung könnte den Abstimmungskampf erschweren, wie Monika Rühl, Direktorin von Economiesuisse, erklärt.
Monika Rühl hat eine lange Karriere in der Diplomatie und Wirtschaftspolitik hinter sich. Seit 2014 leitet sie Economiesuisse, den grössten Dachverband der Schweizer Wirtschaft.
Die Forderung des Ständerats nach einem Ständemehr hat die Dynamik des Abstimmungskampfs verändert. Economiesuisse muss ihre Strategie anpassen, um die Bevölkerung von der Bedeutung der Verträge zu überzeugen. Die Diskussion um das Ständemehr zeigt, wie politisch sensibel das Thema ist.
Hintergrund
Die neuen EU-Verträge sehen eine dynamische Rechtsübernahme in ausgewählten Bereichen vor, die der Schweiz ein Mitgestaltungsrecht gibt. Kritiker argumentieren, dies sei mit dem Schweizer System inkompatibel und gefährde die direkte Demokratie.
Befürworter wie Economiesuisse betonen hingegen die Vorteile des bilateralen Wegs. Dieser habe sich seit 25 Jahren bewährt und sichere der Schweiz Wohlstand, Stabilität und Sicherheit. Die dynamische Rechtsübernahme gelte nur für ausgewählte Bereiche und sei nicht automatisch, sondern gebe der Schweiz sogar ein Mitgestaltungsrecht.
Was das bedeutet
Die Schweiz ist stark von ihren Handelspartnern abhängig. Die EU ist dabei der wichtigste Handelspartner. Ein Nein zu den neuen Verträgen würde die Beziehungen zu Brüssel belasten und den Marktzugang gefährden. Die bestehenden bilateralen Abkommen sind über 50 Jahre alt und entsprechen nicht mehr der heutigen wirtschaftlichen Realität.
Monika Rühl erklärt, dass die Forderung nach einem Ständemehr von Gegnern strategisch genutzt wird, um die Vorlage zu Fall zu bringen. Economiesuisse warnt davor, dass ein Nein keine Alternative bietet und die wirtschaftliche Zukunft der Schweiz gefährden würde.
Die bilateralen Abkommen haben der Schweizer Wirtschaft seit 25 Jahren Wohlstand, Stabilität und Sicherheit gesichert. Sie sichern den Marktzugang und tragen zum Wohlstand bei. Ein Nein zu den neuen Verträgen würde diese Stabilität gefährden. Die Schweiz müsste alternative Lösungen finden, was schwierig und kostspielig wäre.
Für Schweizer Unternehmen sind stabile und gute Beziehungen zur EU von zentraler Bedeutung. Ein gesicherter Marktzugang ist entscheidend für den Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit. Die neuen Verträge würden die Schweiz am Verhandlungstisch in Brüssel platzieren und ihr Einflussmöglichkeiten geben.
Ein Nein zu den Verträgen würde hingegen Unsicherheit schaffen und die wirtschaftliche Stabilität gefährden. Unternehmen wären gezwungen, sich auf mögliche Handelsbarrieren und Einschränkungen einzustellen. Dies könnte zu höheren Kosten und geringeren Wachstumschancen führen.
Die neuen EU-Verträge sind ein zentrales Thema in der Schweizer Politik. Die dynamische Rechtsübernahme ist umstritten, da Kritiker argumentieren, sie sei mit dem Schweizer System inkompatibel. Economiesuisse betont jedoch die Vorteile für die Wirtschaft und die Notwendigkeit eines gesicherten Marktzugangs.
Für Schweizer KMU sind stabile Beziehungen zur EU von grosser Bedeutung. Ein Nein zu den Verträgen würde Unsicherheit schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit gefährden. Economiesuisse betont, dass die neuen Verträge der Schweiz Einflussmöglichkeiten geben und den Marktzugang sichern.
Ausblick
Der Abstimmungskampf wird hart geführt. Economiesuisse plant, ihre Kampagne unabhängig vom Ausgang der staatspolitischen Debatte umso engagierter zu führen. Economiesuisse plant, ihre Kampagne unabhängig vom Ausgang der staatspolitischen Debatte umso engagierter zu führen.
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Zahlen
- Dauer des Freihandelsabkommens
- 50 Jahre
- Dauer des bilateralen Wegs
- 25 Jahre
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
Warum fordert der Ständerat ein Ständemehr?
Der Ständerat verlangt ein Ständemehr, um die Hürde für die Abstimmung zu erhöhen. Dies könnte die Vorlage zu Fall bringen.
Begriffe
- Dynamische Rechtsübernahme
- Automatische Übernahme von EU-Recht in ausgewählten Bereichen.
- Bilateraler Weg
- Abkommen zwischen der Schweiz und der EU in einzelnen Politikbereichen.
Originaltitel: Neue Verträge mit der EU – «Wer behauptet, bei einem Nein passiere nichts, der lügt»



