Deutschland hinkt bei Smart Metern europaweit hinterher
Deutschland belegt in der EU den letzten Platz bei der Verbreitung von Smart Metern. Besonders kleinere Unternehmen haben Schwierigkeiten, die Vorgaben zu erfüllen. Die Bundesnetzagentur droht mit Zwangsgeldern.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Deutschland liegt bei Smart Metern auf dem letzten Platz in der EU.
- Nur 5,9 Prozent der Messstellen sind mit intelligenten Stromzählern ausgestattet.
- Doch haben 434 der erfassten 800 Unternehmen nicht einmal diese Quote erreicht.
- Strenge Sicherheitsauflagen und technische Anforderungen haben den Rollout verzögert.
- Die Bundesnetzagentur droht mit Zwangsgeldern gegen säumige Betreiber.
- Die geringe Verbreitung verzögert die Digitalisierung des Stromnetzes.
- Smart Meter light könnte die Verbreitung beschleunigen.
Für die Schweiz Einschätzung der KI
- −(-) Geringe Verbreitung von Smart Metern verzögert Digitalisierung des Stromnetzes.
Key Facts
Überblick- Quelle
- t3n
- Veröffentlicht
- 03.11.2026, 13:30
- Rubrik
- Wirtschaft
- Einschätzung (KI)
- NeutralAusland ohne Schweiz-Bezug
Ausgangslage
Die Verbreitung von Smart Metern in der EU ist in Deutschland am geringsten. Nur 5,9 Prozent aller Messstellen in der Schweiz verfügen über einen intelligenten Stromzähler. Das ist in einer Zusammenstellung des Energieanbieters 1Komma5° ersichtlich. Der Durchschnitt in der EU beträgt 65,6 Prozent. Besonders kleinere Unternehmen haben Mühe, die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.
Intelligente Stromzähler ermöglichen eine präzisere Erfassung des Verbrauchs und könnten helfen, Lastspitzen abzubauen. Dies ist besonders wichtig, da der Anteil erneuerbarer Energien im Netz steigt und die Netzstabilität gewährleistet werden muss.
Unternehmen, die flexible Stromtarife nutzen könnten, sparen potenziell Kosten, indem sie ihren Verbrauch an Zeiten mit günstigeren Tarifen anpassen. Dies ist besonders relevant für Betriebe mit hohen Energieverbräuchen, wie Produktionsstätten oder Rechenzentren.
Hintergrund
Die Bundesnetzagentur möchte nun Betreiber, die ihren Pflichten nicht nachgekommen sind, mit Zwangsgeldern belegen. Besonders kleinere Betreiber mit weniger als 30.000 Messstellen haben Schwierigkeiten, die Quote von 20 Prozent für bestimmte Haushalte zu erreichen. Strenge Sicherheitsauflagen und technische Anforderungen haben den Rollout zusätzlich verzögert.
Die strengen Sicherheitsauflagen in Deutschland haben den Rollout von Smart Metern zusätzlich verzögert. So mussten die Zähler versiegelt transportiert werden, um Manipulationen zu verhindern. Zudem erfordern die technischen Anforderungen, dass die Smart Meter Verbraucher aktiv regeln können, was den Einbau komplexer und teurer macht. Diese Auflagen haben viele kleinere Unternehmen überfordert.
Die technischen Anforderungen an Smart Meter in Deutschland sind höher als in anderen EU-Ländern. Neben der Verbrauchserfassung müssen die Geräte auch steuerbare Verbraucher regeln können. Dies erfordert zusätzliche Sensoren und Aktoren, was die Kosten und den Aufwand für die Installation erhöht.
Was das bedeutet
Die geringe Verbreitung von Smart Metern verzögert die Digitalisierung des Stromnetzes. Viele Betreiber wissen nicht, wie stark ihre Leitungen ausgelastet sind, was den Anschluss erneuerbarer Energien erschwert. Die Einführung von Smart Metern könnte die Netzstabilität verbessern und flexible Stromtarife ermöglichen.
Ohne präzise Verbrauchsdaten fällt es schwer, Lastspitzen abzubauen und das Netz stabil zu halten. Dies könnte langfristig zu höheren Kosten für alle Verbraucher führen, da Netzausbau und -stabilisierung teurer werden.
Ausblick
Die Bundesnetzagentur plant, Zwangsgelder gegen säumige Betreiber zu verhängen. Die Einführung von Smart Metern light könnte die Verbreitung beschleunigen, da diese nur den Verbrauch erfassen und weniger technische Anforderungen stellen.
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Zahlen
- Smart Meter in Deutschland
- 5,9 Prozent
- EU-Durchschnitt
- 65,6 Prozent
- Unternehmen mit weniger als 20 Prozent Quote
- 434
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Originaltitel: Platz 24 von 24: Darum hängt Deutschland bei den Smart Metern in Europa stark zurück



