Schweizer KMUs suchen verstärkt erfahrene KI-Experten
Die Nachfrage nach KI-Fachkräften in der Schweiz steigt weiter an. Besonders kleine und mittlere Unternehmen werben um erfahrene Spezialisten, wie der Swiss AI Jobs Report der Hochschule Luzern zeigt.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Schweizer KMUs sind Haupttreiber des KI-Stellenzuwachses.
- Erfahrene Fachkräfte sind besonders gefragt.
- Die Nachfrage konzentriert sich auf Zürich und die Zentralschweiz.
- Die Stellensuche gestaltet sich auch für erfahrene Spezialisten als anspruchsvoll.
- Der öffentliche Sektor zeigt starkes Wachstum bei KI-Stellen.
Key Facts
Überblick- Quelle
- it-markt.ch
- Veröffentlicht
- 09.10.2026, 13:35
- Rubrik
- Technologie
- Region
- Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Uri, Zürich
- Schwerpunkte
- Fachkräftemangel, Digitalisierung & Verwaltung, Künstliche Intelligenz
- Quellen
- 2 berichten darüber
- Einschätzung (KI)
- PositivFachkräftemangel in der Schweiz
Ausgangslage
Die Schweizer Wirtschaft zeigt ein wachsendes Interesse an Künstlicher Intelligenz. Der diesjährige Swiss AI Jobs Report der Hochschule Luzern (HSLU) belegt, dass zwischen Juli 2025 und Juni 2026 rund 5000 KI-Stellen ausgeschrieben wurden. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als 4703 Stellen gemeldet wurden.
Dies führt zu einer erhöhten Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften, die diese Technologien implementieren und nutzen können.
Hintergrund
Die Studie der HSLU analysierte insgesamt 8439 Stelleninserate aus zwei Jahren. Die Nachfrage nach KI-Fachkräften hat in allen zehn grössten Branchen zugenommen. IT-Firmen führten mit 1211 Inseraten, doch der öffentliche Sektor verzeichnete den stärksten Zuwachs mit einem Plus von 67 Prozent. Dies deutet auf ein wachsendes Vertrauen in KI als Zukunftstechnologie hin.
Die Nachfrage nach KI-Fachkräften hat in allen zehn grössten Branchen zugenommen, darunter IT, Finanzbranche und Gesundheitswesen. Dies deutet darauf hin, dass KI als Querschnittstechnologie zunehmend in verschiedenen Sektoren eingesetzt wird.
Was das bedeutet
Die Schweizer KMUs spielen eine zentrale Rolle im KI-Markt. Sie waren für 76 Prozent des Stellenzuwachses verantwortlich und schrieben 62 Prozent aller KI-Stellen aus. Erfahrene Fachkräfte, die technisches Wissen und strategische Expertise verbinden, werden besonders gesucht. Die Zahl der Senior-Stellen stieg um 42 Prozent, während Junior-Positionen nur 5 Prozent der Inserate ausmachten.
Die Stellensuche gestaltet sich auch für erfahrene Spezialisten als herausfordernd.
Zudem müssen Unternehmen möglicherweise in gezielte Weiterbildungsprogramme investieren, um bestehende Mitarbeiter für KI-relevante Aufgaben zu qualifizieren.
Die steigende Nachfrage nach KI-Fachkräften spiegelt den allgemeinen Trend zur Digitalisierung und Automatisierung in der Schweizer Wirtschaft wider. KMUs müssen sich auf eine wachsende Konkurrenz um qualifizierte Mitarbeiter einstellen und möglicherweise in gezielte Ausbildungsprogramme investieren.
Für Schweizer KMUs bedeutet dies, dass sie ihre Rekrutierungsstrategien anpassen müssen, um im Wettbewerb um KI-Experten bestehen zu können. Dies könnte höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen oder gezielte Weiterbildungsangebote erfordern.
Ausblick
Die regionale Verteilung der KI-Stellen zeigt eine Konzentration auf Zürich und die Zentralschweiz. Der Kanton Zürich verzeichnete 2181 Inserate, was etwa 45 Prozent aller Ausschreibungen entspricht. Zentralschweizer Kantone liegen über dem Schweizer Durchschnitt, was auf eine starke regionale Nachfrage hinweist. Der KI-Boom könnte langfristig den Einstieg in viele Berufe erschweren, insbesondere am unteren Ende der Karriereleiter.
Langfristig könnte der KI-Boom zu einer weiteren Spezialisierung des Arbeitsmarktes führen. Dies könnte den Einstieg in viele Berufe erschweren, insbesondere für Berufseinsteiger. Unternehmen und Bildungsinstitutionen müssen daher zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass ausreichend qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen. Dies könnte durch die Entwicklung von Ausbildungsprogrammen, die gezielte Förderung von Talenten und die Schaffung von Praktika und Mentoring-Programmen erreicht werden.
Dazu passt
Zahlen
- KI-Stellen 2025/2026
- 5000
- KI-Stellen 2024/2025
- 4703
- Stellenzuwachs durch KMUs
- 76%
- KI-Stellen in Zürich
- 2181
- KI-Stellen in Zentralschweiz pro 100'000 Einwohner
- 100-140
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
Welche Branchen zeigen das stärkste Wachstum bei KI-Stellen?
Der öffentliche Sektor verzeichnete den stärksten Zuwachs mit einem Plus von 67 Prozent.
Wie hat sich die Nachfrage nach erfahrenen Fachkräften entwickelt?
Die Zahl der ausgeschriebenen Senior-Stellen stieg um 42 Prozent.
Begriffe
- Künstliche Intelligenz (KI)
- Technologie, die maschinelles Lernen und automatische Entscheidungsfindung ermöglicht.
- Data Engineering
- Aufbau und Verwaltung von Dateninfrastrukturen.
- Machine Learning Engineering
- Entwicklung und Betrieb von KI-Modellen.
Auch berichtet von
Originaltitel: Schweizer KMUs buhlen um erfahrene KI-Fachkräfte



