Tausende Schweizer Firmen-Firewalls offen für Cyberangriffe
In der Schweiz sind über 4300 Fortigate-Firewalls über das Internet zugänglich, darunter auch veraltete Modelle ohne Sicherheitsupdates. US-Behörden warnen vor einer weltweiten Angriffskampagne namens "FortiBleed".

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- In der Schweiz sind 4313 Fortigate-Firewalls über das Internet erreichbar.
- 44 der untersuchten Geräte sind veraltet und erhalten keine Sicherheitsupdates mehr.
- US-Behörden warnen vor der weltweiten Angriffskampagne "FortiBleed".
- Risikomonitor empfiehlt Unternehmen, Sicherheitsmassnahmen zu verstärken.
Key Facts
Überblick- Quelle
- it-markt.ch
- Veröffentlicht
- 12.10.2026, 13:50
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Digitalisierung & Verwaltung
- Quellen
- 2 berichten darüber
- Einschätzung (KI)
- NegativSicherheitsrisiko für Firmen
Ausgangslage
Eine Studie des österreichischen Sicherheitsunternehmens Risikomonitor hat ergeben, dass in der Schweiz 4313 Firewalls der Fortigate-Serie des US-Produzenten Fortinet über ihre Verwaltungs- oder VPN-Schnittstellen aus dem Netz zugänglich sind.
Die Untersuchung von Risikomonitor zeigt, dass die meisten der erfassten Fortigate-Firewalls in der Schweiz in kleineren Unternehmen und Filialen eingesetzt werden.
Hintergrund
Die meisten der erfassten Geräte befinden sich in Italien, Frankreich und Spanien. Die Schweiz belegt mit 4313 Geräten den siebten Rang unter den analysierten Staaten. Weltweit wurden bereits über 86'600 Geräte in 194 Ländern im Rahmen der Kampagne "FortiBleed" kompromittiert.
Die weltweite Angriffskampagne "FortiBleed" zeigt, dass Cyberkriminelle gezielt nach Schwachstellen in Firewalls suchen, um Zugang zu sensiblen Daten zu erlangen. Dies macht es für Unternehmen noch schwieriger, sich gegen solche Angriffe zu schützen.
Was das bedeutet
Von den 4313 in der Schweiz registrierten Fortigate-Oberflächen wurden 1455 Geräte näher analysiert. Rund 60 Prozent davon zählten zu kleineren Modellreihen. Bei 44 Geräten handelt es sich um veraltete Hardware, für die der Hersteller keine Sicherheitsupdates mehr bereitstellt. Die untersuchten Geräte verteilen sich auf verschiedene Schweizer Netze, wobei die meisten Anschlüsse Swisscom zugeordnet werden.
Die meisten der in der Schweiz erfassten Fortigate-Firewalls sind über verschiedene Internetdienstleister erreichbar, wobei Swisscom, Sunrise und WWZ die meisten Anschlüsse bereitstellen.
Risikomonitor empfiehlt Unternehmen, Administrationszugänge aus dem öffentlichen Internet zu entfernen, Fernzugriffe einzuschränken und mit einer starken Zwei-Faktor-Authentifizierung abzusichern. Zudem sollten Betreiber ihre Firmware aktualisieren und nicht mehr unterstützte Geräte ersetzen. Die Gefahr geht nicht nur von veralteter Hardware aus, sondern auch von aktuellen Firewalls, deren Verwaltungs- oder VPN-Oberflächen aus dem Internet erreichbar sind.
Zudem sollten sie ihre Mitarbeiter schulen, um das Bewusstsein für Cyberrisiken zu erhöhen. Eine starke Zwei-Faktor-Authentifizierung kann ebenfalls dazu beitragen, das Risiko von erfolgreichen Angriffen zu verringern.
Cyberangriffe auf veraltete oder unsicher konfigurierte Firewalls sind ein bekanntes Problem. Die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung von Unternehmen erhöht das Risiko solcher Angriffe.
Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie ihre IT-Sicherheit ernst nehmen und regelmässig überprüfen müssen. Besonders kleinere Unternehmen, die oft über weniger Ressourcen verfügen, sind hier gefordert.
Ausblick
Die Bedrohung durch Cyberangriffe bleibt bestehen, insbesondere durch die zunehmende Nutzung kommerzieller KI-Dienste zur Unterstützung von Hackern. Unternehmen sollten ihre Sicherheitsmassnahmen kontinuierlich überprüfen und anpassen, um sich vor solchen Angriffen zu schützen.
Unternehmen müssen daher kontinuierlich in ihre IT-Sicherheit investieren und sich auf neue Bedrohungen vorbereiten.
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Zahlen
- Fortigate-Firewalls in der Schweiz
- 4313
- Veraltete Geräte in der Schweiz
- 44
- Weltweit kompromittierte Geräte
- 86'600
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
Was ist "FortiBleed"?
"FortiBleed" ist eine weltweite Angriffskampagne, bei der Angreifer Fortigate-Firewalls kompromittieren, um Zugangsdaten zu stehlen und wiederzuverwenden.
Wie können Unternehmen ihre Firewalls schützen?
Unternehmen sollten Administrationszugänge aus dem öffentlichen Internet entfernen, Fernzugriffe einschränken und eine starke Zwei-Faktor-Authentifizierung verwenden.
Begriffe
- Firewall
- Eine Firewall ist eine Netzwerksicherheitslösung, die den Datenverkehr zwischen einem vertrauenswürdigen internen Netzwerk und externen Netzwerken kontrolliert.
- VPN
- Ein Virtual Private Network (VPN) ermöglicht eine sichere Verbindung zu einem privaten Netzwerk über das Internet.
Auch berichtet von
Originaltitel: Über 4300 Fortigate-Firewalls in der Schweiz stehen offen im Internet



