Drei Ostschweizer Gemeinden bündeln ihre IT-Dienste
Die Gemeinden Goldach, Rorschach und Rorschacherberg haben eine gemeinsame IT-Plattform in Betrieb genommen. Ziel ist es, Kosten zu sparen und die Digitalisierung zu fördern. Die ersten Migrationen verliefen erfolgreich.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Drei Ostschweizer Gemeinden bündeln ihre IT-Dienste
- Erste Migrationen verliefen erfolgreich
- Neue IT-Plattform soll Kosten sparen und Digitalisierung fördern
- Caner Yalcin leitet das Projekt als neuer Geschäftsführer
- Kosten pro Client sollen zwischen 2200 und 2500 Franken liegen
Key Facts
Überblick- Quelle
- Netzwoche
- Veröffentlicht
- 08.10.2026, 12:18
- Rubrik
- Technologie
- Region
- St. Gallen
- Schwerpunkte
- Digitalisierung & Verwaltung, Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- NeutralRegionale IT-Kooperation
Ausgangslage
Die Gemeinden Goldach, Rorschach und Rorschacherberg haben sich entschlossen, ihre IT-Dienste zu zentralisieren. Seit Sommer migrieren Organisationen und Verwaltungen auf eine gemeinsame Plattform. Diese Massnahme soll die Effizienz steigern und die Digitalisierung in der Region vorantreiben.
Umsetzung
Die ersten Migrationen auf die neue IT-Plattform verliefen erfolgreich. Im Juli 2026 wurde das Altersheim Rorschach als erste Organisation umgestellt. Danach wurden die Systeme der Stadtverwaltung Rorschach und der Gemeindeverwaltung Rorschacherberg umgestellt. Alle wichtigen Systeme funktionierten stabil, und die Mitarbeitenden konnten ihre Arbeit ohne nennenswerte Einschränkungen fortsetzen.
Die Migration der IT-Systeme erfordert eine sorgfältige Planung und Durchführung, um Unterbrechungen und Datenverluste zu vermeiden. Die IDRR hat ein detailliertes Migrationskonzept erstellt, das schrittweise Umstellungen und regelmässige Tests umfasst. Dies stellt sicher, dass die Systeme stabil bleiben und die Mitarbeitenden ihre Arbeit ohne Unterbrechungen fortsetzen können. Die ersten erfolgreichen Migrationen zeigen, dass dieser Ansatz funktioniert und die IT-Infrastruktur der Region auf ein neues Level hebt.
Führung
Kurz vor der ersten Migration erhielt die Informatikdienste Region Rorschach (IDRR) einen neuen Geschäftsführer. Seine Vision ist es, gemeinsame, sichere und wirtschaftlich attraktive IT-Leistungen anzubieten.
Caner Yalcin bringt nicht nur umfangreiche Erfahrung in der IT-Branche mit, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der öffentlichen Verwaltung. Seine Vision einer gemeinsamen, sicheren und wirtschaftlich attraktiven IT-Plattform ist ein wichtiger Schritt zur Förderung der Digitalisierung in der Region. Yalcin betont die Bedeutung kurzer Wege, persönlicher Ansprechpartner und schneller Lösungen, um die Effizienz und Zufriedenheit der Nutzer zu steigern.
Kosten und Einsparungen
Die Gemeinden erhoffen sich durch die Zentralisierung der IT-Dienste grosse Einsparungen. Die Kosten pro Client sollen zwischen 2200 und 2500 Franken liegen, was deutlich unter dem heutigen Niveau liegt. Die Erneuerung der Serverinfrastruktur ist ein wichtiger nächster Schritt. Dafür ist im Budget 2026 der Stadt Rorschach ein Kredit von 600’000 Franken vorgesehen.
Die Zentralisierung der IT-Dienste soll nicht nur die Kosten senken, sondern auch die Qualität der IT-Leistungen verbessern. Die Gemeinden erwarten, dass die gemeinsamen IT-Dienste zu einer höheren Effizienz und einer besseren Nutzung der Ressourcen führen. Die geplanten Einsparungen zeigen, dass die Massnahme wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Erneuerung der Serverinfrastruktur ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Modernisierung der IT-Infrastruktur der Region.
Was das bedeutet
Die Zentralisierung von IT-Diensten ist eine häufige Massnahme, um Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen zu erreichen. Viele Gemeinden und Organisationen sehen darin eine Möglichkeit, ihre Digitalisierungsstrategien zu stärken und ihre IT-Infrastruktur zu modernisieren.
Für Schweizer KMU kann die Zentralisierung von IT-Diensten ein Modell sein, um die eigenen IT-Kosten zu senken und die IT-Sicherheit zu verbessern. Durch die Bündelung von Ressourcen können auch kleinere Unternehmen von professionellen IT-Leistungen profitieren.
Ausblick
Das Seniorenzentrum La Vita in Goldach wird als Nächstes auf die neue IT-Plattform umgestellt. Ende Oktober folgt dann die Gemeindeverwaltung Goldach. Die Zürcher IT-Beratungsfirma CSP übernimmt diese Aufgabe im Mandat, bis diese Stelle besetzt ist.
Die nächsten Schritte umfassen die Migration weiterer Organisationen und die Erneuerung der Serverinfrastruktur. Die Gemeinden wollen möglichst bald einen Geschäftsführer mit einem 50-Prozent-Pensum anstellen, damit das Projekt langfristig nachhaltig bleibt. Bis dahin übernimmt die Zürcher IT-Beratungsfirma CSP die Projektleitung. Die Abrechnung der Vorleistungen erfolgt ab Januar 2027 über die IDRR, was die finanzielle Transparenz und Verantwortung sicherstellt.
Dazu passt
- GemeindenÜber 50 Prozent der Schweizer Gemeinden nutzen Microsoft 365 für E-Mails
- DigitalisierungKantonsspital Baden setzt auf gezielte IT-Partnerschaften für Digitalisierung
- DigitalisierungZürich setzt ab 2027 auf vollständige Digitalisierung von Anträgen und Gesuchen
- KostensenkungPorsche-CEO Leiters plant radikale Kostensenkungen und strategische Neuausrichtung
Zahlen
- Budget für Serverinfrastruktur
- 600’000 Franken
- Kredit für Übergangsphase
- 250’000 Franken
- Kosten pro Client
- 2200 bis 2500 Franken
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Originaltitel: Update: Gemeinsame IT-Plattform der Region Rorschach geht in Betrieb



