Generation Z treibt Kunstmarkt mit hohen Ausgaben an
Eine Studie von Art Basel und UBS zeigt, dass die jüngste Generation vermögender Sammler mehr für Kunst ausgibt als alle anderen. Der globale Vermögenstransfer verändert dabei den Kunstmarkt nachhaltig.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die Generation Z gibt mehr für Kunst aus als alle anderen Altersgruppen.
- Der globale Vermögenstransfer verändert den Kunstmarkt nachhaltig.
- Seltenheit und Einzigartigkeit sind zentrale Motive für Kunstkäufe.
- Die Generation Z bevorzugt Privatsphäre und geschlossene Sammlerkreise.
- Digitale und KI-gestützte Recherchetools gewinnen an Bedeutung.
Key Facts
Überblick- Quelle
- finews.ch
- Veröffentlicht
- 08.10.2026, 06:01
- Rubrik
- Wirtschaft
- Schwerpunkte
- Export & neue Märkte, Neue Vorschriften & Compliance, Digitalisierung & Verwaltung
- Einschätzung (KI)
- NeutralVeränderung im Kunstmarkt
Ausgangslage
Die Generation Z erwächst zu einer unerwartet mächtigen Macht im weltweiten Kunstmarkt. Laut einer aktuellen Untersuchung von Art Basel und UBS haben Personen in dieser Altersgruppe im Jahr 2025 sowie in der ersten Jahreshälfte 2026 höhere Ausgaben für bildende Kunst getätigt als alle anderen analysierten Altersgruppen.
Die Untersuchung stützt sich auf Umfragen von 3100 wohlhabenden Privatleuten in zehn bedeutenden Kunstmärkten, darunter die Vereinigten Staaten, Grossbritannien, China, Hongkong, Deutschland und Singapur. Die Generation Z gab dabei mehr als doppelt so viel aus wie ältere Generationen.
Die Studie zeigt, dass die Generation Z nicht nur mehr ausgibt, sondern auch eine andere Herangehensweise an das Kunstsammeln hat. Während ältere Generationen oft auf etablierte Künstler und bewährte Werke setzen, zeigt die jüngere Generation ein grösseres Interesse an aufstrebenden Künstlern und innovativen Kunstformen.
Hintergrund
Der globale Vermögenstransfer spielt eine zentrale Rolle in dieser Entwicklung. Paul Donovan, der Chefökonom bei UBS Global Wealth Management, hebt hervor, dass dieser Prozess bereits in vollem Gange sei. Die Studie zeigt, dass jüngere Sammler traditionelle Kategorien wie Malerei und Skulptur bevorzugen.
28 Prozent der Befragten nannten die Familie als wichtigsten Einstieg ins Kunstsammeln. Bei der Generation Z liegt der Anteil sogar bei 40 Prozent. Fast 90 Prozent der geerbten Werke bleiben im Besitz der nachfolgenden Generation.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der zunehmenden Nutzung digitaler Plattformen zur Recherche und zum Kauf von Kunst wider. Die Generation Z ist technikaffin und nutzt Apps und KI-basierte Tools, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
Was das bedeutet
Die Schweiz ist ein bedeutender Standort für den Kunstmarkt und profitiert von der wachsenden Bedeutung der Generation Z. Die Studie unterstreicht die Relevanz von Kunst als Teil der generationenübergreifenden Vermögensplanung.
Diese Eigenschaften entsprechen den Präferenzen der Generation Z, die Privatsphäre als zentralen Bestandteil ihrer kulturellen Identität betrachtet.
Für Wealth Manager, Family Offices und Banken eröffnet sich eine neue Dimension. Kunst ist nicht nur ein Sammlerobjekt, sondern Teil der Vermögensplanung. Die Generation Z legt grossen Wert auf Seltenheit, Einzigartigkeit und Provenienz.
Unternehmen in der Kunstbranche müssen sich auf die veränderten Präferenzen der jüngeren Generation einstellen. Diskretion und Privatsphäre bleiben wichtig, nehmen aber neue Formen an. Die Nutzung digitaler und KI-gestützter Recherchetools gewinnt an Bedeutung.
Die Studie von Art Basel und UBS zeigt, wie sich der Kunstmarkt durch den globalen Vermögenstransfer verändert. Die Generation Z spielt dabei eine zentrale Rolle und prägt die Zukunft des Kunstsammelns.
Ausblick
Die Studie zeigt, dass der langfristige Gedanke des Sammelns weiterhin besteht. Fast ein Viertel der Befragten plant Schenkungen an Museen oder die Unterstützung von Künstlerpreisen und Stiftungen. Die Weitergabe der eigenen Sammlung an die nächste Generation bleibt ein zentrales Motiv.
Für Wealth Manager und Family Offices wird die Verbindung von Vermögenstransfer, Kunst, Nachfolgeplanung und Next-Generation-Beratung zunehmend relevant.
Dazu passt
Zahlen
- Befragte Personen
- 3'100
- Generation Z Ausgaben
- mehr als doppelt so hoch wie ältere Generationen
- Geerbte Werke im Besitz der nächsten Generation
- 90 Prozent
- Familien als Einstieg in Kunstsammeln
- 40 Prozent bei der Generation Z
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
Wie stark betrifft Sie die veränderte Nachfrage der Generation Z im Kunstmarkt?
Sehr stark
Begriffe
- Vermögenstransfer
- Die Übertragung von Vermögen von einer Generation zur nächsten.
- Provenienz
- Die Herkunft und Besitzgeschichte eines Kunstwerks.
- Next-Generation-Beratung
- Beratung von jüngeren Generationen in Vermögensfragen.
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Originaltitel: Die Gen Z entdeckt Kunst – und gibt mehr aus als alle anderen



