Generation Z gibt doppelt so viel für Kunst aus wie ältere Generationen
Eine Studie der UBS zeigt, dass vermögende junge Erwachsene im Kunstmarkt besonders aktiv sind. Die Generation Z investiert mehr als doppelt so viel in bildende Kunst wie ältere Altersgruppen.
Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die Generation Z gibt mehr für Kunst aus wie ältere Generationen.
- Die Familie ist der häufigste Einstiegspunkt für junge Sammlerinnen und Sammler.
- Die Generation Z macht fast die Hälfte aller Käufer und Käuferinnen von Kunstwerken mit einem Wert von mehr als einer Million US-Dollar aus.
- Die Erhebung stützt sich auf die Rückmeldungen von 3100 wohlhabenden Privatleuten in wichtigen Kunstszenen.
- Die Generation Z bevorzugt traditionelle Kategorien wie Malerei und Skulptur.
Key Facts
Überblick- Quelle
- BIZ24-Recherche
- Recherchiert aus
- nau.ch, investrends.ch, monopol-magazin.de
- Veröffentlicht
- 08.10.2026, 15:18
- Rubrik
- Wirtschaft
- Schwerpunkte
- Fachkräftemangel, Digitalisierung & Verwaltung, Künstliche Intelligenz
- Einschätzung (KI)
- NeutralUmfrage zu Kunstmarkt
Ausgangslage
Die Generation Z hat im Kunstmarkt eine aktive Rolle eingenommen. Eine Untersuchung der Grossbank UBS und Arts Economics, «Art Basel und UBS Umfrage über weltweites Sammeln 2026», belegt, dass junge Sammlerinnen und Sammler im Jahr 2025 sowie in der ersten Jahreshälfte 2026 deutlich höhere Beträge für bildende Kunst ausgegeben haben als jede andere Altersgruppe. Die Kosten der jungen Leute waren über doppelt so gross wie die der älteren Leute.
Die Studie der UBS und Arts Economics zeigt, dass die Generation Z nicht nur mehr ausgibt, sondern auch einen anderen Ansatz zum Sammeln hat. Fast 90 Prozent der geerbten Kunstwerke bleiben in den Sammlungen der Nachkommen, was auf eine starke Bindung an familiäre Traditionen hindeutet. Dies könnte darauf hinweisen, dass die junge Generation Wert auf Kontinuität legt.
Hintergrund
Die Untersuchung stützt sich auf die Reaktionen von 3100 wohlhabenden Privatleuten in wichtigen Kunstszenerien. Im Jahr 2026 machten die Vertreter der Generation Z fast die Hälfte aller Käufer von Kunstwerken aus, deren Wert über einer Million US-Dollar lag.
Was das bedeutet
Die Studie bestätigt den globalen Trend, dass der Vermögenstransfer zwischen den Generationen den Kunstmarkt erreicht. In der Schweiz könnte dieser Trend ebenfalls zu beobachten sein, da viele vermögende Privatpersonen auch hierzulande Kunst sammeln.
Die Generation Z bevorzugt traditionelle Kategorien wie Malerei und Skulptur. Dies deutet darauf hin, dass bestimmte ästhetische Vorlieben generationenübergreifend beständiger sind als häufig angenommen wird. Dies könnte für Schweizer Kunsthändler und Galerien von Interesse sein, die sich auf diese Zielgruppe spezialisieren möchten.
Für Kunsthändler und Galerien könnte die wachsende Kaufkraft der Generation Z neue Chancen bieten. Unternehmen, die sich auf junge, vermögende Sammlerinnen und Sammler spezialisieren, könnten von dieser Entwicklung profitieren. Gleichzeitig könnten sie sich auf die Nutzung von KI-Tools einstellen müssen.
Gesellschaftliches Engagement
Die Studie der UBS und Arts Economics zeigt, dass gesellschaftliches Engagement weiterhin ein zentrales Anliegen vieler Sammlerinnen und Sammler ist. Fast 25 Prozent der befragten Personen wollen in den nächsten zwölf Monaten Museen mit Geschenken bedenken. Viele Sammlerinnen und Sammler möchten zudem Künstlerpreise, Stiftungen, Residenzprogramme oder private Museen fördern. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Generation Z nicht nur aus finanziellen Gründen Kunst sammelt, sondern auch aus einem starken Interesse an der Förderung der Kunstszene.
Technologische Veränderungen
Die Studie zeigt, dass sich die Gewohnheiten beim Sammeln von Kunst verändern. So nutzen immer mehr Sammlerinnen und Sammler KI-gestützte Recherchetools und Apps zur Kaufberatung. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Generation Z nicht nur traditionelle Kategorien wie Malerei und Skulptur bevorzugt, sondern auch neue Technologien in ihren Sammelprozess integriert.
Ausblick
Die Generation Z investiert mehr als jede andere Altersgruppe in Kunst. Unternehmen, die sich auf diese Zielgruppe konzentrieren, könnten von dieser Entwicklung profitieren. Gleichzeitig könnte die Nutzung von KI-Tools neue Herausforderungen mit sich bringen.
Dazu passt
Zahlen
- Ausgaben der Generation Z
- mehr als doppelt so hoch wie ältere Generationen
- Käuferinnen und Käufer von Kunstwerken über einer Million US-Dollar
- nahezu die Hälfte
- Befragte Personen
- 3100
Umfrage für Unternehmen
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