Parmelins Importauktionen für Wein stossen auf Kritik
Bundesrat Guy Parmelin will Schweizer Winzer durch Auktionen schützen. Weinhändler Philipp Schwander fordert stattdessen Exportunterstützung. Die Branche steht vor grossen Herausforderungen.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die Schweizer Weinbranche leidet unter sinkender Nachfrage und Überproduktion.
- Bundesrat Guy Parmelin schlägt Importauktionen vor, um Schweizer Winzer zu schützen.
- Weinhändler Philipp Schwander kritisiert den Vorschlag und fordert Exportunterstützung.
- Der neue Vorschlag geht in die Vernehmlassung.
Key Facts
Überblick- Quelle
- SRF News – Wirtschaft
- Veröffentlicht
- 12.10.2026, 05:41
- Rubrik
- Wirtschaft
- Region
- Genf, Waadt, Wallis
- Schwerpunkte
- Export & neue Märkte, Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- NegativKritik an Parmelins Weinimportplan
Problemstellung
Die Schweizer Weinbranche leidet unter sinkender Nachfrage und Überproduktion. Laut Bundesamt für Statistik trinken vor allem junge Menschen immer weniger Wein. Gleichzeitig sind die Rebflächen und damit die Weinproduktion konstant geblieben.
Aktuelle Massnahmen
Bundesrat Guy Parmelin und das Bundesamt für Landwirtschaft schlagen vor, Weinimporte durch Auktionen zu verteuern. Wer Wein importieren will, muss ein Zollkontingent ersteigern. Der stellvertretende Direktor Jean-Marc Chappuis erklärt, dass die höchsten Bieter die Importkontingente erhalten.
Die geplante Auktion soll importierten Wein verteuern, um Schweizer Winzern einen Vorteil zu verschaffen.
Kritik aus der Branche
Weinhändler Philipp Schwander kritisiert den Vorschlag scharf. Er bezeichnet die Idee als «Schnapsidee» und verweist darauf, dass sie bereits vor zwanzig Jahren verworfen wurde. Schwander betont, dass viele Winzer den Wettbewerb scheuen und stattdessen die Grenzen schliessen wollen.
Alternative Lösungsansätze
Schwander fordert stattdessen eine finanzielle Unterstützung des Strukturwandels und eine Förderung der Exporte. Er verweist auf die EU, wo Länder wie Deutschland, Italien und Spanien einen deutlich höheren Exportanteil haben. Die Schweiz exportiert derzeit nur 1,4 Prozent ihres Weins.
Vernehmlassung
Der neue Vorschlag für die Importauktionen geht nun in die Vernehmlassung. Es bleibt abzuwarten, wie die Branche und die Politik darauf reagieren werden.
Der neue Vorschlag für die Importauktionen geht nun in die Vernehmlassung.
Was das bedeutet
Die Schweizer Weinbranche steht vor grossen Herausforderungen. Der sinkende Konsum und die Überproduktion erfordern innovative Lösungen. Die geplanten Importauktionen könnten die Preise für importierten Wein erhöhen und damit Schweizer Winzer entlasten.
Für Schweizer KMU in der Weinbranche könnte die geplanten Massnahmen sowohl Chancen als auch Risiken bergen. Einerseits könnten höhere Preise für importierten Wein die Konkurrenz verringern. Andererseits könnte eine Verteuerung der Importe auch die Kosten für Weinhändler erhöhen.
Fragen
F: Wie stark betrifft Sie die geplante Importauktion für Wein? A: Sehr stark. A: Überhaupt nicht. A: Etwas. A: Ich bin unsicher.
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Originaltitel: Hilfe für Schweizer Winzer – Weinhändler kritisiert Parmelins «Schnapsidee»



